Mord an Rentner: Angeklagter will Tat allein begangen haben

Im Arnsberger Mordprozess um den Tod eines 67-jährigen Mannes aus Medebach hat der Angeklagte am Donnerstag eine Erklärung abgegeben. Das berichtete sein Verteidiger. Er habe die Tat alleine begangen, gab der 21-jährige Mann über seinen Anwalt an. Das spätere Opfer habe ihn sexuell und körperlich bedrängt. Dadurch seien Erinnerungen an einen in Rumänien erlittenen Übergriff hochgekommen. Er habe den 67-Jährigen in dessen Haus zu Boden gestoßen, ein Waffeleisen ergriffen und auf den Mann eingeschlagen. Dann habe er mit einer Schere wie in Trance auf seinen Hals eingestochen.

05.09.2019, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mord an Rentner: Angeklagter will Tat allein begangen haben

Der Eingangsbereich des Landgerichts. Foto: Bernd Thissen/Archivbild

Seine mitangeklagte Freundin, deren DNA-Spuren am Tatort gefunden wurden, habe er erst später dazu geholt. Die Rumänen sind vor dem Landgericht Arnsberg wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier angeklagt. Das gleichaltrige Paar soll am Abend des 7. Januars zum Haus des späteren Opfers gegangen sein, um ihn auszurauben und zu töten.

Am Donnerstag wollte der Angeklagte nach seiner Einlassung nicht auf Rückfragen des Gerichts antworten. Er ließ offen, ob er dies später tun werde. Auch die angeklagte Frau gab eine Erklärung ab, sie wollte Nachfragen nicht beantworten. Am nächsten Verhandlungstag will das Gericht weitere Zeugen hören. Der Prozess soll bis in den November hinein dauern.

Weitere Meldungen