Mithäftling sagt im Prozess um Dreifachmord von Hille aus

Hat einer der Angeklagten im Prozess um den Dreifachmord von Hille in der Untersuchungshaft geplaudert? Das behauptet ein Mithäftling. Er sagt als Zeuge in dem Verfahren aus. Das Gericht hat allerdings Zweifel.

04.12.2018, 01:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mithäftling sagt im Prozess um Dreifachmord von Hille aus

Vor dem Justizgebäude steht eine Satue der Göttin Justitia. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Im Prozess um den Dreifachmord von Hille sagt heute ein Mithäftling des Angeklagten Kevin R. als Zeuge aus. Der 24 Jahre alte Beschuldigte soll im Gefängnis über die Taten geplaudert haben. Die Zeugenaussage des Mithäftlings vor dem Landgericht Bielefeld hatte im Vorfeld für Ärger gesorgt. Der Vorsitzende Richter hatte die Verteidiger nicht über die Befragung des Zeugen durch einen Polizisten informiert. Begründung: Angaben von Mithäftlingen führten in der Regel nicht weiter. Die Verteidiger stellten daraufhin Befangenheitsanträge, waren mit dem Versuch allerdings gescheitert.

Die Anklage wirft Kevin R. und dem 51-jährigen Jörg W. dreifachen Mord aus Habgier vor. Die beiden sollen von 2017 bis 2018 zuerst einen Nachbarn (72), dann einen Hilfsarbeiter (64) und später einen Geschäftspartner (30) brutal erschlagen haben, um sich zu bereichern. Bislang beschuldigen sich die beiden Angeklagten gegenseitig. Die Leichenfunde auf zwei angrenzenden Höfen im ostwestfälischen Hille hatten im Frühjahr 2018 für Aufsehen gesorgt.

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