Lüner setzte sich mit zwei Promille ans Steuer - für 200 Meter

Amtsgericht

Alkohol ist für einen Lüner ein Mittel bei Problemen und Sorgen. Keine Sorgen machte er sich, als er alkoholisiert ins Auto stieg, um eine kurze Strecke zu fahren. Nun stand er vor Gericht.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 23.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lüner setzte sich mit zwei Promille ans Steuer - für 200 Meter

Vor dem Amtsgericht Lünen stand jetzt ein Lüner, der mit zwei Promille Alkohol im Blut Auto gefahren ist. © Bill Oxford / Unsplash

Seine Sorgen betäubte ein Lüner mit Alkohol. Nach einem tiefen Blick ins Glas vergaß er alle Bedenken und setzte sich hinter das Steuer, um eben Zigaretten zu holen. Er wurde prompt erwischt. Das brachte ihn nun erneut auf die Anklagebank.

Trotz einschlägiger Vorstrafe stellte der 60-Jährige sein Glück am Abend des 16. Mai erneut auf die Probe und fuhr der Polizei mit rund zwei Promille offenbar förmlich in die Arme. Sein Führerschein wurde sofort sichergestellt.

Nicht nachgedacht

Im Prozess vor dem Amtsgericht brachte er es jetzt trocken auf den Punkt: „Bei zwei Promille, würde ich mal sagen, glaubt man, dass man noch fahren kann.“

Er habe sich in Ordnung gefühlt, als er ins Auto gestiegen sei, um damit die 200 Meter zum Geschäft zu fahren.

In der Situation habe er einfach nicht nachgedacht. Und getrunken habe er damals, weil er wegen großer Sorgen wieder in ein Loch gefallen sei. Richter Ulrich Oehrle insistierte und riet ihm zur Alkohol-Therapie. „Es wird noch manches Loch im Leben kommen.“ Fraglich blieb allerdings, ob der Appell auch ankam.

Geständnis und Reue sprachen letztlich für den Lüner, seine Vorbelastungen indes gegen ihn. Wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr wurde er zu 2800 Euro Geldstrafe und 13 Monaten Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis verurteilt. Er akzeptierte die Entscheidung sofort.

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