Mit Patrick Kelly auf der Bühne: Große Ehre für Sänger Thomas Müller (47) aus Werne

dzKonzert „Nacht der Chöre“

Einzigartiges Erlebnis: Thomas Müller (47) aus Werne stand gemeinsam mit einem Chor und Michael Patrick Kelly auf der Bühne. Der Werner setzte sich im Vorfeld gegen 1000 Bewerber durch.

Werne

, 08.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So richtig hat Thomas Müller (47) das Erlebte noch nicht verarbeitet. Auch knapp eine Woche nach diesem besonderen Bühnenauftritt gerät er ins Schwärmen. „Es war eine schöne und eine einmalige Erfahrung“, sagt der Werner. Der 47-Jährige stand am Samstag, 30. November, gemeinsam mit Michael Patrick Kelly auf der Bühne. Er war Teil der „Rotkäppchen Nacht der Chöre“ in Freyburg (Sachsen-Anhalt).

Mit 32 weiteren Einzelsängern bildete der Werner den sogenannten Deutschland-Chor, der vor 1000 Besuchern mehrere Lieder sang. Bevor es zu dem Auftritt in der Sektkellerei von Veranstalter Rotkäppchen kam, musste sich Thomas Müller aber zunächst qualifizieren.

Thomas Müller überzeugt mit selbst geschriebenem Lied

Er bewarb sich im September für das Projekt, auf das er durch Zufall im Internet aufmerksam wurde. Thomas Müller, der schon seit den 90er-Jahren in verschiedenen Bands singt, schickte ein Musikvideo ein. Er wählte den selbst geschriebenen Song „Du fehlst“.

Damit konnte er überzeugen. Und zwar keinen Geringeren als den erfolgreichen Musikproduzenten Dieter Falk, der schon mit Stars wie Pur, Nino de Angelo oder Nana Mouskouri zusammengearbeitet hat. Etwa 1000 verschiedene Bewerbervideos habe sich Falk angeschaut, erzählt Thomas Müller.

Mit Patrick Kelly auf der Bühne: Große Ehre für Sänger Thomas Müller (47) aus Werne

Thomas Müller (47) an der Seite des erfolgreichen Musikproduzenten Dieter Falk. Mit Falk zusammen zu arbeiten, war für den Werner eine besondere Erfahrung. © Thomas Müller

Vorbereitung in Eigenregie

Daraus wählte er 33 Sänger aus, die den Deutschland-Chor für die Show mit insgesamt vier Chören bildete. Auch Thomas Müller aus Werne bekam eine Zusage. Danach hatte er nicht viel Zeit, sich auf den Auftritt bei der Nacht der Chöre vorzubereiten.

Er nahm Gesangsunterricht bei Kerstin Kappenberg, Leiterin des Chores TonArt aus Werne. Alle Sänger bereiteten sich mit zugeschickten Musikdateien in Eigenverantwortung auf die Show am Samstag vor. Erst einen Tag zuvor lernten sich die Teilnehmer kennen und probten gemeinsam die Stücke ein.

Mit Patrick Kelly auf der Bühne: Große Ehre für Sänger Thomas Müller (47) aus Werne

Der Soundcheck mit Michael Patrick Kelly © Andrea Wellerdiek

Dieter Falk war „hellauf begeistert“

„Gleich bei der ersten Probe war Dieter Falk hellauf begeistert. Er hat nicht gedacht, dass alles sofort so gut klappt und dass wir so gut vorbereitet sind“, erzählt Thomas Müller. Danach folgte die Probe mit Michael Patrick Kelly. „Mit ihm auf der Bühne zu stehen, war natürlich ein ganz besonderes Gefühl“, sagt Müller, der mit Kelly später nur ein kurzes Gespräch hatte. „Es blieb nicht viel Zeit für Small Talk. Es war alles sehr eng durchgetaktet“, erzählt Müller.

Neben dem Musikstar waren im Chor auch viele professionelle Sänger vertreten, wie der Werner erzählt. Noch nie zuvor habe er mit so vielen Profis zusammen auf der Bühne gestanden. Zum ersten Mal sang er überhaupt in einem Chor. Und dann gleich vor solch einem großen Publikum.

Vorfreude statt Lampenfieber bei „Nacht der Chöre“

„Bevor es auf die Bühne ging, hatte ich aber gar kein Lampenfieber. Ich hatte einfach nur Vorfreude“, sagt Thomas Müller, der als Vertriebsleiter bei einem Industrieunternehmen in Ahlen arbeitet. Seinen Auftritt mit Kelly und dem Chor hat er dann nur noch genossen.

„Es war toll, Teil des Ganzen gewesen zu sein und einmal hinter die Kulissen blicken zu dürfen“, sagt Thomas Müller heute. Was er persönlich noch mitnimmt, seien die netten Bekanntschaften, die er im Chor gemacht hat. „Wir wollen uns noch einmal treffen, um gemeinsam Musik zu machen.“

Mit Patrick Kelly auf der Bühne: Große Ehre für Sänger Thomas Müller (47) aus Werne

Thomas Müller (hier direkt hinter Michael Patrick Kelly) nimmt für sich vor allem die netten Bekanntschaften, die er im Chor gemacht hat, mit. © Thomas Müller

Keine Bewerbung bei Castingshows

Für ihn sei es ein aufregendes und tolles Wochenende gewesen. Er könne das Ganze aber gut einordnen. Sein Alltag hat ihn längst wieder. Eine Bewerbung bei Castingshows, die er selbst als „sinnbefreit“ bezeichnet, habe er nicht geplant. „Das sollen mal die jüngeren Sänger machen. Das Thema ist für mich durch.“

Der Werner möchte sich 2020 hingegen neuen Projekten mit seiner Band „Tanagra Theatre“ widmen. Auch das Singen in einem Chor könnte er sich künftig vorstellen. Bei der Nacht der Chöre hat er an der Chor-Arbeit Gefallen gefunden.

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