Missbrauchsskandal: 47-jähriger Lüner sitzt nach wie vor schweigend in Untersuchungshaft

Kinderporno-Ring

Der Missbrauchsskandal von Bergisch Gladbach weitet sich immer mehr aus. Mittlerweile sind bundesweit 31 Beschuldigte identifiziert, darunter befindet sich ein Lüner. Der sagt kein Wort.

Lünen

, 10.12.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Missbrauchsskandal: 47-jähriger Lüner sitzt nach wie vor schweigend in Untersuchungshaft

Das Archivbild zeigt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer (l.) und den Kölner Polizeipräsidenten Uwe Jacob auf einer Pressekonferenz zum Missbrauchsskandal von Bergisch Gladbach Mitte November im Kölner Polizeipräsidium. © dpa (A)

Der im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal von Bergisch Gladbach Anfang November festgenommene Lüner (47) sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Das erklärte Ulrich Bremer, Oberstaatsanwalt und Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln, am Montag (9.12.) auf Anfrage unserer Redaktion.

Wie bereits berichtet, laufen gegen den Lüner Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch an fremden Kindern.

Derweil verlautete am Wochenende aus Sicherheitskreisen, dass die Polizei gegen immer mehr Tatverdächtige ermittelt. Danach sind mittlerweile 31 Beschuldigte identifiziert. 16 kommen aus Nordrhein-Westfalen (NRW), 15 aus acht weiteren Bundesländern. Darüber hinaus hätten die Ermittler in dem Fall auch Verbindungen ins benachbarte Ausland gefunden, hieß es weiter.

Die bisher bekannten 21 Missbrauchsopfer sind zwischen 11 Monaten und 14 Jahren alt. Unter den mutmaßlichen Tätern sind zahlreiche Familienväter.

Nach Angaben von Ulrich Bremer liegen der Staatsanwaltschaft Köln zurzeit keine konkreten Hinweise auf etwaige andere Täter aus Lünen vor - bis auf den inhaftierten 47-Jährigen. Der schweige nach wie vor beharrlich zu den Vorwürfen, sagte Bremer am Montag weiter: „Er hat keine Angaben zur Sache gemacht und lässt sich durch einen Anwalt vertreten.“

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