Minister hält an Straße fest, will aber Ortsdurchfahrt Weddinghofen herabstufen

Schreiben an den Bürgermeister

Gut zwei Monate nach der Ratsresolution gegen den Bau der L 821n ist eine Stellungnahme des Verkehrsminister unterwegs. Er hält an seinen Plänen fest, signalisiert aber Gesprächsbereitschaft.

Bergkamen

, 08.08.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat sich jetzt doch zum Straßenbau und zur Bergkamener Ratsresolution geäußert. In einem Schreiben an den Bergkamener Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) macht er deutlich, dass er am Bau der Straße festhalten will. Das Schreiben ist handschriftlich auf Mittwoch, 7. August, datiert. Es hatte Schäfer aber offenbar an diesem Donnerstag noch nicht erreicht. Er sei aber auf dem Weg, versicherte eine Sprecherin des Ministeriums.

In dem Schreiben weist Wüst darauf hin, dass gültiges Baurecht für die L 821n besteht und dass sie im Landesstraßenbauprogramm enthalten ist. „Daher sieht die nordrhein-westfälische Straßenbauverwaltung keine Veranlassung, den Bau der Ortsumgehung zu stoppen“, heißt es in dem Schreiben.

Wüst verweist außerdem auf frühere Ratsbeschlüsse, in denen sich die Mehrheit noch für den Bau der L 821n ausgesprochen hatte. Immerhin zeigt der Minister offenbar Gesprächsbereitschaft bei der Herabstufung der Ortsdurchfahrt Weddinghofen (L 664) zu einer Kreis- oder Gemeindestraße. Das wäre notwendig, um dort Tonnagebeschränkungen für Lkw einzuführen. „Bezüglich der Abstufungen wird eine Lösung im Konsens mit den Beteiligten angestebt, der aus heutiger Sicht der Landesregierung nichts entgegenstehen wird“, schreibt der Minister. Gespräche darüber sollen nach den Sommerferien fortgesetzt werden.

Wüst bekräftigt, dass die L 821n zügig gebaut werden soll, um Oberaden und Weddinghofen zu entlasten.

Der Landesbetrieb Straßenbau soll die Öffentlichkeit kontinuierlich über den Fortgang der Baumaßnahme informieren.

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