Millionenschwerer Betrug mit Aktien: Internationale Razzia

Eine Bande betrügerischer Aktienverkäufer soll mehr als 400 Anleger mit wertlosen Aktien um über 16 Millionen Euro betrogen haben. Die Ermittlungen gegen die 50 Beschuldigten dauerten bereits seit mehr als zwei Jahren an, teilte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann am Montag in Düsseldorf auf Anfrage mit. An den Ermittlungen sei die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) beteiligt.

25.11.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Millionenschwerer Betrug mit Aktien: Internationale Razzia

Polizeiwagen mit Blaulicht. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Wertlose Aktienmäntel seien „zum Leben erweckt“ und den Aktiengesellschaften ein Geschäftszweck „angedichtet“ worden, um das Interesse potenzieller Anleger zu wecken. Der Wert der Aktien sei teilweise durch Käufe manipuliert worden.

Über Call-Center seien den Anlegern dann die wertlosen Papiere schmackhaft gemacht worden. Bereits in der Vorwoche (19. November) hätten 100 Polizisten sowie 19 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft mehr als 100 Objekte in Deutschland, Griechenland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein zeitgleich durchsucht. Eurojust in Den Haag habe die internationale Aktion koordiniert.

Vier Haftbefehle, davon einer in Griechenland, seien vollstreckt und zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden. Das Verfahren soll Bezüge zum Verfahren um das sogenannte „Hawala-Banking“ haben, bei dem zeitgleich durchsucht worden war.

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