Millionen für Dorfverschönerung in NRW

Ein neues Dorfgemeinschaftshaus, die Sanierung von Fachwerkfassaden oder gar der Abriss hässlicher Bauten mitten im Ort - all diese Schönheitsmaßnahmen werden mit dem Dorferneuerungsprogramm 2018 der Landesregierung finanziert. Mit 5,9 Millionen Euro werden 94 Projekte in mehr als 60 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen unterstützt, wie Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Montag mitteilte. Den größten Teil der Fördersumme trägt mit etwa 3,5 Millionen Euro der Bund.

15.10.2018, 11:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erstmals fördert die Landesregierung auch den Abriss leerstehender Bauten in Orten bis zu 10 000 Einwohnern. So wird im ostwestfälischen Borgentreich der Abriss eines ehemaligen Molkereigebäudes unterstützt. In anderen Ortskernen werden unbewohnte und nicht mehr erhaltenswerte Wohngebäude beseitigt. Rund ein Fünftel der Fördersumme geht an Privatpersonen, die damit Fassaden, Fenster oder Dächer von oft historischen Häusern sanieren.

Der überwiegende Anteil der Mittel fließt direkt an die Gemeinden. Die meisten Orte bauen damit ihre Gemeinschaftseinrichtungen aus. Mit dem Geld werden zum Beispiel Dorfläden oder Cafés eingerichtet oder Dorfplätze barrierefrei und einladender gestaltet. Fast die Hälfte der Einwohner in NRW lebt laut Scharrenbach im ländlichen Raum.

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