Miele spürt weltweite Konjunkturabkühlung

Die weltweite Konjunkturabkühlung geht auch am Hausgerätehersteller Miele nicht spurlos vorbei. Der Umsatz des Familienunternehmens stieg im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 lediglich um 1,5 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro. Ohne die erstmalige Einbeziehung der koreanischen Tochter Yujin Robot hätte das Plus im 120. Jahr der Firmengeschichte sogar nur bei 0,2 Prozent gelegen. Zum Vergleich: Vor 12 Monaten meldete Miele noch ein Umsatzplus von 4,3 Prozent. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.

27.08.2019, 14:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Miele spürt weltweite Konjunkturabkühlung

Die weltweite Konjunkturabkühlung geht auch am Hausgerätehersteller Miele nicht spurlos vorbei. Foto: M. Gambarini/Archivbild

In Anbetracht der durchwachsenen Rahmenbedingungen bewertete die
Miele-Geschäftsleitung den moderaten Zuwachs beim Konzernumsatz als
ein „positives und vielversprechendes Signal“. Zwar habe sich das Wettbewerbsumfeld unter anderem durch einen preisaggressiveren Auftritt asiatischer Konzerne nachhaltig verändert, dennoch habe Miele das Ziel, im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus wieder stärker zu wachsen. Dazu sollen nicht zuletzt der Ausbau des Bereichs Smart Home und die Aktivitäten der Beteiligungstochter Miele Venture Capital beitragen.

Im wettbewerbsintensiven deutschen Markt musste Miele im abgelaufenen Geschäftsjahr einen leichten Umsatzrückgang um 0,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro hinnehmen. Spürbare Rückgänge gab es außerdem in China, wo staatliche Restriktionen den Immobilienhandel erschwerten. In Hongkong dämpften die politischen Unruhen das Geschäft. Sehr gut entwickelten sich die Verkaufszahlen dagegen in den USA, in Österreich, der Schweiz, Japan und Korea. Und auch Länder wie Italien, Griechenland und Spanien zeigten sich nach zum Teil längerer Durststrecke wieder robust.

Zum Stichtag 30. Juni 2019 beschäftigte die Miele-Gruppe 20 221
Mitarbeiter, mehr als die Hälfte davon in Deutschland.

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