Merz: Es gibt kein Scharia-Recht auf deutschem Boden

Der Bewerber für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat Muslime in Deutschland aufgefordert, das deutsche Recht ohne Einschränkungen zu akzeptieren. „Es gibt hier kein Scharia-Recht auf deutschem Boden“, sagte Merz am Mittwoch bei der CDU-Regionalkonferenz in Düsseldorf. Es müsse auch eine bessere staatliche Aufsicht über Koranschulen geben. Die Religionsfreiheit in Deutschland gelte auch für Muslime, betonte Merz. Aber für sie gelte auch „das gesamte übrige säkulare Recht dieses Staates, und zwar ohne jede Einschränkung“.

28.11.2018, 21:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Merz: Es gibt kein Scharia-Recht auf deutschem Boden

‎Merz (l), Kramp-Karrenbauer (M) und Spahn (r) stehen während einer Regionalkonferenz der CDU auf der Bühne. Foto: Federico Gambarini

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte, wenn man in Deutschland keine Koranschulen wolle, dann müsse man ein staatliches Angebot für muslimischen Unterricht auf Deutsch machen. Auch müssten nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens muslimische Religionslehrer auf Deutsch ausgebildet werden.

Der dritte aussichtsreiche Bewerber für den CDU-Vorsitz, Jens Spahn, forderte, dass Moscheen in Deutschland nicht mehr aus dem Ausland finanziert würden. „Wir wollen, dass Bundespräsident Steinmeier Moscheen eröffnet, nicht der türkische Präsident Erdogan.“ Recep Tayyip Erdogan hatte Ende September im Rahmen eines Staatsbesuchs die Ditib-Zentralmoschee in Köln eröffnet.

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