Menschen mit Demenz: Museen führen in die Erinnerung

An Demenz erkrankte Menschen können im Ruhr Museum Essen weit zurück in die persönliche Erinnerung reisen. In speziellen Führungen sollen Alltagsstücke und Gegenstände aus früheren Zeiten dabei helfen, dass Erlebnisse aus der eigenen Vergangenheit bei den Erkrankten erneut lebendig werden. Am Montag (3. Dezember) lädt das Museum wieder dazu ein, Utensilien von anno dazumal zu entdecken - zum Beispiel einen alten Kohleherd.

01.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Die zweistündige Führung geht durch Teile der Dauerausstellung im Ruhr Museum, in der es um die Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets und die Mythen, Bilder und Phänomene der Industrieregion geht. Das Konzept soll die demenzkranken Menschen zum individuellen Rückblick anregen.

Die vergangene Ära des Bergbaus hält auch ein Projekt des Industriemuseums Zeche Nachtigall in Witten für Menschen mit Demenz am Leben. Dort kommt beim Projekt „Kohle weckt Erinnerung“ der Kumpel in Bergmannskluft ins Altenheim, bringt Wetterlampe sowie Henkelmann mit und hat noch Ruß im Gesicht, weil der Gang in die Kaue ausfallen musste.

Seit zehn Jahren trägt das Museum mit solchen Inszenierungen die Erinnerungen an die goldenen Zeiten der Maloche auf den Zechen des Ruhrpotts zu erkrankten Menschen. „Das Angebot wird stark genutzt. Wir überlegen, es weiter auszubauen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

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