Menden sammelt 130.000 Euro Spendengelder für sein neues Museum

dzGut Rödinghausen

Wie der staatliche und städtische Anteil für Kulturbauten minimiert werden kann, macht die Stadt Menden vor: Nicht weniger als 130.000 Euro Spenden wurden bislang gesammelt.

Menden

, 31.12.2018, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Gut Rödinghausen wird bekanntlich in ein Industriemuseum umgebaut. Inzwischen ist die Zahl der Unterstützer für das neue Museum auf eine beachtliche Zahl gestiegen.

Zusätzlich zu den Fördergeldern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Höhe von 157.000 Euro und der NRW-Stiftung in Höhe von 100.000 Euro konnten Spendenmittel und Fördergelder durch den Museums- und Heimatverein, verschiedene Stiftungen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen in einer Höhe von insgesamt circa 130.000 Euro beschafft werden, teilt die Stadt Menden mit.

Medienstationen müssen nun nicht abgespeckt werden

„Jeder einzelne Euro steht symbolisch für einen Unterstützer“, betont Jutta Törnig-Struck, Leiterin des Museums für Stadt- und Kulturgeschichte, dessen Dependance das Industriemuseum einst werden soll. So seien zum Beispiel, so Törnig-Struck, die Medienstationen für das Museum gesichert, die im Zweifel hätten eingespart werden müssen. „Oft werden Spenden auch gezielt, gerade für solche Einrichtungsgegenstände getätigt. Gerade die Medienstationen liegen einigen Spendern sehr am Herzen, da sie das Museum noch interaktiver machen.“ So sinke natürlich auch der Eigenanteil, den die Stadt für die Einrichtung des Museums aufbringen müsse, immer weiter.

Die hohe Summe der bisher eingegangenen Spenden zeige die steigende Akzeptanz des Museums, genauso wie die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die ihre Keller und Dachböden nach möglichen Ausstellungsstücken durchforstet haben.

Die viel diskutierten Fachwerkvitrinen, die eigens für das neue Industriemuseum im Gut Rödinghausen entworfen und angefertigt werden, kosten nun deutlich weniger als noch vor Kurzem veranschlagt. „Nach der erneuten beschränkten Ausschreibung haben wir ein Unternehmen gefunden, dass diese Vitrinen noch unter den ursprünglich kalkulierten Kosten von Professor Steiner für uns bauen wird“, sagt Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck. „Außerdem freuen wir uns sehr darüber, dass es ein Mendener Unternehmen geworden ist. So haben wir auch später noch einen Ansprechpartner direkt vor Ort.“

Eröffnung soll voraussichtlich im Sommer 2019 sein

Diese sogenannten Fachwerk-Vitrinen sind speziell gestaltet und passen sich demnächst nahtlos in die Räume ein.

Die Eröffnung des Industriemuseums war zuletzt für den Sommer 2019 avisiert worden.

Alt-Bürgermeister Rudi Düppe, Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins, hatte bereits beim Baustellenfest im vergangenen Sommer betont, dass es dringlich sei, sich um Ehrenamtliche zu kümmern, die Büro-, Telefon- oder Führungstätigkeiten im Gut Rödinghausen nach der Eröffnung übernehmen könnten.