Stadt Schwerte und TU Dortmund: Planen Studenten bald unsere Straßen, Parks und Plätze?

dzAbsichtserklärung

Die Stadt Schwerte und die Technische Universität Dortmund unterzeichneten ein "Memorandum of Understanding". Aber worum geht es dabei und welche Auswirkungen hat das?

Schwerte

, 09.10.2019, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Schwerte und die Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund haben gestern ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Wir klären die wichtigsten Fragen.

? Was ist ein Memorandum of Understanding?

Ein Memorandum of Understanding ist eine rechtlich unverbindliche Absichtserklärung zwischen mehreren Verhandlungspartnern. In dieser Erklärung werden die Absichten der Unterzeichner formuliert und gegebenenfalls später in einem Vertrag verbindlich festgelegt.

? Worum geht es in der Absichtserklärung zwischen Stadt und Universität?

Die Stadt Schwerte und die TU Dortmund vereinbarten eine Kooperation im Bereich der Raumplanung. Bürgermeister Dimitrios Axourgos sagt dazu: "Ich freue mich sehr, dass wir mit der Fakultät für Raumplanung der TU Dortmund eine Partnerschaft eingehen können, die es uns ermöglicht, die Lebens- und Standortqualität in der Stadt Schwerte durch die praxisnahe Anwendung raumbezogener Forschung und Planung zu verbessern". Professor Thorsten Wiechmann von der Technischen Universität Dortmund sieht in der Partnerschaft "einen Mehrwert hinsichtlich der Ausbildung, Forschung und der praktischen Anwendung raumbezogener Planungsansätze."

? Wo liegt der Schwerpunkt der Kooperation?

Im Fokus steht aktuell die Entwicklung von Ideen zu einer Teilnahme der Stadt an der Internationalen Gartenausstellung 2027. Die Studenten der Fakultät Raumplanung sollen Konzepte erstellen, mit denen die Stadt in die IGA Metropole Ruhr eingebunden werden kann.

Die Studenten sollen aber auch Projekte zu planerischen Aufgaben in Schwerte durchführen. Dies kann die Gestaltung von Parks und Plätzen genauso betreffen, wie die Planung von Radwegen, Straßen bis hin zu ganzen Wohnvierteln. Weiterhin stellt die Stadt künftig Praktikantenplätze und Werkstudententätigkeiten in der Stadtverwaltung zur Verfügung. Eine Betreuung der Studenten bei Abschlussarbeiten, die sich mit Fragestellungen aus der Stadt Schwerte beschäftigen, sollen ebenfalls angeboten werden.

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? Wie ist die Laufzeit der Zusammenarbeit?

Eine genaue Laufzeit wurde in dem Memorandum of Understanding nicht festgelegt. Dort wurde lediglich der Wunsch einer "dauerhaften Zusammenarbeit und Kooperation" vereinbart. Da eine mögliche Teilnahme an der IGA Metropole Ruhr 2027 Bestandteil der Vereinbarung ist, wird die Kooperation sehr wahrscheinlich längerfristig bestehen.

? Welche Kosten kommen auf die Stadt Schwerte zu?

Über die Kosten der Kooperation können keine Angaben gemacht werden, da noch keine konkreten Projekte durchgeführt werden. Da die Planungen jedoch im Rahmen von Studentenprojekten entstehen, fallen für die Stadt keine direkten Kosten an.

? Wann werden die ersten Projekte durchgeführt?

Ein erstes konkretes Projekt wird aktuell von den Verantwortlichen ausgearbeitet. Dieses nimmt Bezug auf die IGA 2027 und läuft unter dem Titel "Das Ruhrgebiet in der grünen Dekade! – Ideen und Konzepte zur Teilnahme der Stadt Schwerte an der IGA Metropole Ruhr 2027". Das zweisemestrige Projekt soll von Studienanfängern der TU Dortmund durchgeführt werden. Der genaue Start ist noch nicht bekannt.

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