Mehr unversorgte Bewerber, trotz offener Lehrstellenplätze

Den Betrieben in Nordrhein-Westfalen fällt es zunehmend schwer, freie Ausbildungsplätze zu besetzen. Trotz mehr offener Stellen habe auch die Zahl der jungen Menschen zugenommen, die keine Lehrstelle finden konnten, bilanzierte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch.

30.10.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr unversorgte Bewerber, trotz offener Lehrstellenplätze

Ein Mann sitzt in der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Seit Oktober 2018 haben die Unternehmen in NRW knapp 120 000 Lehrstellen über die Arbeitsagenturen angeboten, gut 10 000 blieben bislang unbesetzt. Dennoch fanden knapp 7400 Schülerinnen und Schüler keinen Ausbildungsplatz, knapp vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

„Der Wandel vom Lehrstellen- zum Bewerbermarkt hält ungebremst an“, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake. Die Unternehmen böten mehr Ausbildungsplätze an, jedoch sinke gleichzeitig die Zahl der Bewerber.

Einerseits hätten Ausbilder immer weniger Auswahl bei der Stellenbesetzung, andererseits fänden Jugendliche längst nicht immer den Wunsch-Ausbildungsplatz vor der Haustür, sagte Withake. Regional gebe es erheblich Differenzen. Während in Gelsenkirchen auf 100 Bewerber nur 64 Stellenangebote kamen, konnten in Siegen 100 Bewerber statistisch gesehen zwischen 153 Stellen wählen.

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