Mehr Straftaten gegen Juden, Flüchtlinge und Muslime in NRW

Die Zahl antisemitischer, islam- sowie flüchtlingsfeindlicher Straftaten steigt in Nordrhein-Westfalen laut Halbjahresbilanz des Düsseldorfer Innenministeriums wieder an. Besonders gravierend fiel der Anstieg demnach bei den flüchtlingsfeindlichen Straftaten aus: Hier erfasste die Kriminalpolizei in NRW bis Ende Juli 2019 bereits 51 Straftaten - rund 38 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum 2018 (37).

22.08.2019, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr Straftaten gegen Juden, Flüchtlinge und Muslime in NRW

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Antworten des Ministeriums auf Anfragen aus der Grünen-Landtagsfraktion hervorgeht, sind die weitaus meisten Fälle in allen drei Bereichen der rechten Szene zuzurechnen. Die Zahl antisemitischer Straftaten kletterte im Halbjahresvergleich um rund acht Prozent auf 96, die islamfeindlichen ebenfalls um rund acht Prozent auf 42.

In der Gesamtjahresbilanz 2018 war zwar in allen drei Bereichen ein Rückgang gegenüber 2017 zu verzeichnen. Dennoch ist das Ausmaß der Fälle aus Sicht der Grünen kein Anlass zur Beruhigung. Zumal in den weitaus meisten Fällen die Ermittlungen eingestellt wurden und es nur selten zu einer Anklage oder gar Verurteilung kam, wie aus den Antworten hervorgeht. Oft konnte demnach kein Täter ermittelt werden.

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