„Massive Vergeltung“: Iran droht nach Tod Soleimanis

Iran-Konflikt

Irans Revolutionsgarden drohen mit Racheakten nach der Tötung des Generals Soleimani durch die USA: 35 Ziele im Nahen Osten seien identifiziert. So wollen sie US-Truppen bestrafen.

04.01.2020, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Massive Vergeltung“: Iran droht nach Tod Soleimanis

Schiitische Muslime demonstrieren im irakischen Kerbala vor dem Imam-Husain-Schrein als Reaktion auf die Tötung des iranischen Generals Soleimani durch einen US-Raketenangriff. Seine gezielte Tötung im Irak durch das US-Militär hat Folgen über die beteiligten Staaten hinaus. © Khalid Mohammed/AP/dpa

Irans Revolutionsgarden drohen nach der Tötung ihres Topgenerals Solemani durch die USA mit „massiver Vergeltung“. Man werde US-amerikanische Truppen bestrafen, wo immer diese erreichbar sind. Das sagte Gholamali Abuhamseh, ein Kommandeur der Eliteeinheit al-Kuds in der Provinz Kerman, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

Im Nahen Osten seien seit langem wichtige US-Ziele ausgemacht, drohte Abuhamseh nun. 35 US-Stellungen in der Region und in der israelischen Stadt Tel Aviv lägen in Irans Reichweite.

Iranischer Brigadegeneral: Will „brutal Rache nehmen“

Selbst mögliche Angriffe auf die geopolitisch wichtige Straße von Hormus deutete der General indirekt an. Diese sei „ein wichtiger Punkt für den Westen, und viele amerikanische Zerstörer und Kriegsschiffe passieren sie“, sagte er.

Der iranische Brigadegeneral Abolfazl Shekarchi sagte der Agentur MNA, Iran werde nicht überstürzt handeln, aber auf jeden Fall „brutal Rache nehmen“ für den Tod Soleimanis. Es sei das Recht Irans, auf den „Mordanschlag“ zu antworten.

RND/dpa/jps

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