Marwa El-Sherbini-Stipendiatin kommt aus Nordrhein-Westfalen

Die aus Nordrhein-Westfalen stammende Studentin Maya Singh bekommt das Marwa El Sherbini-Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz 2019 bis 2021. Sie sei eine junge Frau, „die ihre beispielhaften persönlichen Erfahrungen heute einsetzt, um anderen zu helfen“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bei der Bekanntgabe der vierten Stipendiatin am Dienstag in Dresden.

22.10.2019, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marwa El-Sherbini-Stipendiatin kommt aus Nordrhein-Westfalen

Maya Singh, in Nordrhein-Westfalen geboren und Studentin an der Evangelischen Hochschule Dresden. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Er bezeichnete die 27-Jährige als „Brückenbauerin zwischen den Kulturen“. Sie engagiere sich vorbildhaft für ein Miteinander in Respekt und Akzeptanz bezüglich Herkunft, Glaube, Sexualität und Geschlecht, lobte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD).

Singh, in Emmerich am Rhein geboren, lebt seit 2013 in Dresden und absolviert ein Masterstudium in Sozialer Arbeit an der Evangelischen Hochschule. Erfahrungen mit Ausgrenzung machte die Tochter indischer Eltern schon in der Jugend und später auch als Sozialarbeiterin. Sie thematisiert Vorurteile und rassistische Äußerungen, engagiert sich für von Diskriminierung Betroffene, organisiert Veranstaltungen zu Themen wie Rassismus und Feminismus und ist Tutorin für ausländische Studenten.

Das jeweils zum 1. Oktober für zwei Jahre vergebene Stipendium ist mit monatlich 750 Euro dotiert. Es erinnert an die Ägypterin Marwa El Sherbini, die 2009 in einer Gerichtsverhandlung um rassistische Beleidigungen vom Angeklagten erstochen wurde. Der Täter wurde wegen Mordes aus Fremdenhass zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die bisherigen Stipendiatinnen kamen aus Jordanien, Indonesien und Ägypten.

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