Marihuana-Geschäfte: Dealer aus Schwerte (27) kann nach dem Urteil erleichtert aufatmen

dzLandgericht Hagen

Monatelang hat ein 27-jähriger Mann aus Schwerte Marihuana verkauft. Nach dem Urteil am Hagener Landgericht konnte der Angeklagte am Donnerstag aufatmen.

Schwerte

, 24.10.2019, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Richter verurteilten den jungen Mann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und gaben ihm lediglich auf, in den nächsten Monaten insgesamt 50 Stunden gemeinnützige Arbeit abzuleisten. „Es wäre nicht hilfreich, Sie jetzt ins Gefängnis zu stecken“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Immerhin hat der Angeklagte einen Job und gefestigte soziale Bindungen. Darüber hinaus hat er nach seiner kurzzeitigen Festnahme durch die Polizei im März 2018 alles etwa, was man tun muss, um sich vor Gericht Pluspunkte zu sichern. Der junge Mann legte nicht nur eine Art Lebensbeichte ab und gab auch Drogengeschäfte zu, die ihm wahrscheinlich sonst nie hätten nachgewiesen werden können. Darüber hinaus teilte er den Ermittlern auch noch mit, von wem er das Marihuana bezogen hatte. Der Lieferant ist inzwischen selbst verurteilt worden.

Mehr als ein Kilo Marihuana verkauft

Insgesamt hat der Schwerter mehr als ein Kilo Marihuana mit Gewinn weiterverkauft. Während der gesamten Zeit hatte er auch selbst regelmäßig gekifft. Erst jetzt will er den illegalen Drogen abgeschworen haben. Aus dem Prozess nimmt er trotzdem einen schweren „Rucksack“ mit in sein weiteres Leben. Die fast 9000 Euro, die er aus den kriminellen Geschäften erzielt haben soll, hat er nun sozusagen als Schulden beim Staat. Es dürfte länger dauern, bis dieser Berg abgetragen ist.

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