Marihuana-Plantage: Auffällig hoher Stromverbrauch führt Polizei zu Haus in Lünen-Süd

Drogen angebaut

Ein aufmerksamer Mitarbeiter der Stadtwerke sorgte dafür, dass die Polizei einem illegalen Marihuana-Anbau auf die Schliche kam. Dort wären wohl bald mehrere Kilo geerntet worden.

Lünen

07.11.2018, 11:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marihuana-Plantage: Auffällig hoher Stromverbrauch führt Polizei zu Haus in Lünen-Süd

So sah es im Keller in Lünen-Süd aus, in dem 90 Marihuana-Pflanzen angebaut worden sind. © Polizei Dortmund

„Da in Lünen-Süd, in der Wörthstraße, kein Aluminiumwerk sondern ein normales Mehrfamilienhaus steht, wurde ein örtlicher Versorgungsbetrieb wegen des hohen Stromverbrauchs an dieser Adresse misstrauisch“, meldet die Polizei am Mittwochmorgen. Bei dem örtlichen Versorgungsbetrieb handelte es sich nach Angaben der Polizei um die Lüner Stadtwerke.

Manipulierte Zähler verschleiern den Verbrauch

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke stellte jedenfalls am Dienstag (6. November) in dem Haus Manipulationen an den Zählern fest, die offenkundig den Stromverbrauch und dessen Verbraucher verschleiern sollten.

Der Mitarbeiter des Stromversorgers informierte nach diesen Feststellungen umgehend die Polizei. Die Einsatzkräfte konnten sich vor Ort von den Manipulationen überzeugen, stellten aber zudem noch einen auffälligen Abluftschlauch und einen noch auffälligeren Geruch, der an Marihuana erinnerte, fest.

Durchsuchung der Wohnung mit Beschluss der Staatsanwaltschaft

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Dortmund erwirkte die Polizei kurz darauf einen richterlichen Beschluss zur Durchsuchung der betreffenden Wohnung und der Kelleräume.

Bei der Durchsuchung der Räume stießen die Beamten im Keller auf eine Hanfplantage. Diese bestand aus einer professionellen Ausrüstung für den Anbau und über 90 Marihuanapflanzen. Die „Ernte“ hätte einen geschätzten Ertrag von mehreren Kilo ergeben.

Zu diesem Fund gesellten sich weitere „beweiserhebliche Gegenstände“, wie die Polizei schreibt. Diese wurden sichergestellt. Die Ermittlungen dauern zur Zeit noch an.

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