Mann soll erst Ex-Frau dann sich selbst getötet haben

In der Nacht wird die Polizei im Münsterland zu einem Streit in einer Wohnung gerufen. Doch es ist zu spät: Beamte finden später eine getötete Frau auf einer Wiese und dann ihren Ex-Partner, der vom Zug erfasst wurde.

04.09.2019, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mann soll erst Ex-Frau dann sich selbst getötet haben

Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzfahrzeuges leuchtet. Foto: Marcus Führer/Archivbild

Nach einem Streit zwischen Ex-Partnern haben Polizisten im Kreis Coesfeld die Leichen der beiden entdeckt. Die 27-Jährige war in der Nacht zu Mittwoch tot auf einer Grünfläche am Ortsrand von Nottuln-Appelhülsen entdeckt worden, den 34-Jährigen fand die Polizei wenig später an einer Bahnstrecke. Er war von einem Zug erfasst worden. Es sei nach bisherigem Stand der Ermittlungen davon auszugehen, dass der 34 Jahre alte Mann seine von ihm getrennt lebende Frau so schwer verletzte, dass sie starb. Beide stammen aus Syrien.

Er soll erhebliche Gewalt angewendet haben, teilte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt mit. Anschließend nahm sich der Mann nach Ermittlerangaben offensichtlich selbst das Leben. Bei beiden Toten habe die Kriminalpolizei nach ihren ersten Ermittlungen keine Hinweise auf die Beteiligung Dritter gefunden. Zurück bleiben drei gemeinsame Kinder im Alter von 5, 8 und 9 Jahren.

Die Polizei war kurz nach Mitternacht wegen eines Familienstreits zu dem Mehrfamilienhaus gerufen worden, in dem die Frau lebte. Als die Beamten eintrafen, waren beide nicht mehr in der Wohnung. Als Nachbarn darauf hinwiesen, dass der Mann Gewalt gegen seine Frau ausüben könnte, setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, um die beiden zu finden. Eine Mordkommission ermittelt nun die Hintergründe.

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