Mann mit Vollgas mitgeschleift: Angeklagte schweigen

Ein Mann wird zusammengeschlagen und an einen Transporter gebunden. Dann sollen zwei Männer ihn mitgeschleift und dadurch fast getötet haben. Sie stehen wegen versuchten Mordes vor Gericht.

08.10.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mann mit Vollgas mitgeschleift: Angeklagte schweigen

Die Angeklagten und ihre Anwälte Martin Mörsdorf (hinten) und Kubilay Seçme (vorn) warten in einen Saal im Landgericht auf den Beginn ihres Prozesses. Foto: Henning Kaiser/dpa

Zwei Angeklagte sollen einen Mann mit einem Seil an einen Kleintransporter gebunden und den Mann an einer Eifeler Talsperre mit Vollgas über insgesamt 1000 Meter mitgeschleift haben. Die Staatsanwaltschaft warf den 36 und 37 Jahre alten Deutschen am Dienstag beim Prozessauftakt am Aachener Landgericht versuchten Mord durch Unterlassen vor. Laut Anklage sollen die Männer nach der Tat im April den lebensgefährlich verletzten Mann ohne Telefon in der einsamen Gegend an der Urfttalsperre zurückgelassen haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten den Tod des Mannes billigend in Kauf nahmen, um vorherige Taten zu vertuschen. Der Mann wurde Stunden später zufällig von einer Frau gefunden, die auf dem Weg zu einem Ausflugslokal war. Die Angeklagten machten am ersten Verhandlungstag keinerlei Angaben.

Am Vorabend hatten die Männer in einer Euskirchener Kleingartenanlage nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch gefeiert und getrunken. Nach einem Streit sollen die Angeklagten das Opfer auf die Ladefläche eines Kleintransporters in die Eifel gebracht und schon nach dem Aussteigen mit einem Baumstamm geschlagen sowie getreten haben. Dann sollen sie ihn mitgeschleift haben.

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