Mann durch Schießkugelschreiber verletzt: Anklage

Er soll einem Mann mit einem Schießkugelschreiber in den Hals geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt haben: Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat jetzt gegen einen 63-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz Anklage erhoben. Das gab die Behörde am Freitag bekannt.

30.08.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mann durch Schießkugelschreiber verletzt: Anklage

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/Archivbild

Mitte März soll der 63-Jährige nach einem Streit in einer Gaststätte in Bad Wünnenburg mit der selbst gebauten Waffe auf einen Gast geschossen haben. Dabei sei das Projektil neben der Halsschlagader stecken geblieben, so die Staatsanwaltschaft. „Als der Mann merkte, was er getan hatte, veranlasste er die Alarmierung eines Notarztes, der umgehend eintraf, so dass die Verletzung für das Opfer letztlich keine tödlichen Folgen hatte“, teilten die Ermittler weiter mit.

Laut Staatsanwaltschaft gibt der Angeklagte die Tat zu, behauptet allerdings, er habe nicht absichtlich geschossen. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung hatte die Polizei verbotene Waffenteile, Munition und weitere Selbstbauten gefunden. Der 63-Jährige hatte drei Monate in Untersuchungshaft gesessen. Im Juni sei der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt worden, so die Staatsanwaltschaft. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

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