Mann angeschossen: Ermittler gehen von gezielter Attacke aus

Schüsse am Mittwochmorgen: Ein 43-Jähriger aus Gronau wird getroffen und muss notoperiert werden. Nach Medienberichten hatte der Mann als Anwalt kriminelle Machenschaften ans Licht gebracht.

06.11.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mann angeschossen: Ermittler gehen von gezielter Attacke aus

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Aus einem Auto heraus haben Unbekannte in Gronau an der deutsch-niederländischen Grenze gezielt auf einen 43-Jährigen geschossen und ihn schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft Münster wurden bei der Tat am Mittwochmorgen in einem Wohnviertel mehrere Schüsse abgefeuert. Das Opfer sei mindestens einmal getroffen worden. Der 43-Jährige kam in ein Krankenhaus und wurde operiert, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt sagte. „Die Hintergründe des Angriffs sind zurzeit noch unbekannt, uns liegen aber Anhaltspunkte dafür vor, dass auf den Gronauer gezielt geschossen wurde.“

Die Schüsse kamen demnach aus einem weißen Kleinwagen mit niederländischem Kennzeichen, in dem mehrere Menschen gesessen hätten. Eine grenzüberschreitende Fahndung nach dem Auto und den Insassen blieb zunächst erfolglos. Nach ersten Ermittlungen ging die Polizei davon aus, dass Täter und Opfer sich kennen. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Zeugen seien befragt und Spuren gesichert worden.

Nach Berichten niederländischer Medien handelt es sich bei dem Mann um einen niederländischen Anwalt. Er sei schon seit einiger Zeit bedroht worden. Als Konkursverwalter habe der 43-Jährige mehrere große Fälle im Osten der Niederlande behandelt. Dabei habe er auch kriminelle Machenschaften ans Licht gebracht. Es gebe aber bisher keine Hinweise darauf, dass dies etwas mit der Tat zu tun habe.

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