Maaßen: Keine Erkenntnisse zu Amri verheimlicht

Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen hat den Vorwurf zurückgewiesen, seine Bundesbehörde habe einen V-Mann im Umfeld des Attentäters Anis Amri verheimlicht. „Im Umfeld von Anis Amri hatten wir keine V-Personen. Es gab keine nachrichtendienstliche Beobachtung Amris durch meine Behörde“, sagte Maaßen am Montag als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags zum Terrorfall Amri.

29.10.2018, 21:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maaßen: Keine Erkenntnisse zu Amri verheimlicht

Hans-Georg Maaßen. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe zwar eine V-Person in einer Moschee geführt, die Amri gelegentlich besucht habe. Diese Person habe Amri aber nicht beobachtet und ihn auf Fotos nicht einmal wiedererkannt. „Die V-Person in der Moschee hatte nach unserer Kenntnis keinen Kontakt zu Amri und konnte auch keinen erlangen.“ Moscheen dieser Art würden von Hunderten Menschen frequentiert.

Der islamistische Attentäter Anis Amri war im Dezember 2016 mit einem Lastwagen in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast, hatte zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt. Wenig später war er in Italien erschossen worden. Die Linken hatten Maaßen vorgeworfen, die tatsächliche Rolle des Bundesverfassungsschutzes vertuschen zu wollen.

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