Luitz jubelt nach Platz zwei beim Parallel-Riesenslalom

Noch am Sonntag schien Stefan Luitz die Weihnachtspause vor allem für die Frustbewältigung zu brauchen - doch einen Tag vor Heiligabend machte sich der Skirennfahrer im Flutlicht von Alta Badia selbst ein Geschenk, das für kein Geld der Welt zu kaufen ist.

23.12.2019, 19:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stefan Luitz hat sich selbst den zehnten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia belegte der bärenstark fahrende Skirennfahrer vom SC Bolsterlang den zweiten Platz und musste sich erst im Finale dem Norweger Rasmus Windingstad geschlagen geben. „Das ist wohl eines der schönsten Weihnachtsgeschenke, die es so gibt bei uns im Sport“, sagte Luitz nach der Siegerehrung im Flutlicht der legendären Gran-Risa-Piste.

Einen Tag nach der bitteren Pleite im Riesenslalom, als der 27-Jährige erstmals seit drei Jahren zu langsam war für den Einzug in den zweiten Durchgang, brachte sich Luitz zudem in Reichweite der ersten Kristallkugel seiner Karriere. Der Skiweltverband vergibt in diesem Winter erstmals eine Trophäe für den Gesamtsieg in der Parallel-Wertung. Die Entscheidung in der Disziplinwertung fällt beim zweiten und letzten Wettkampf am 9. Februar im französischen Chamonix.

„Das Format macht mir einfach richtig viel Spaß. Das hat mir letztes Jahr schon Spaß gemacht“, sagte Luitz zum Abschluss eines für ihn sehr komplizierten Jahres. Das juristische Hickhack um seinen ersten Weltcup-Sieg und Verletzungen nahmen ihm oft die Freude. „Das war jetzt eine harte Zeit für mich seit letztem Jahr Beaver Creek. Ich habe wirklich versucht, den Spaß wieder zu haben am Skifahren“, erzählte er. „Das ist heute ein riesen-, riesengroßer Schritt in die richtige Richtung und darauf kann ich aufbauen. Jetzt ist das Jahr 2019 vorbei und ich kann mich auf das nächste Jahr vorbereiten.“

Für Alexander Schmid und Bastian Meisen kam das Aus schon in der ersten Runde. Schmid leistete sich einen kleinen Fehler und musste sich am Ende um 0,13 Sekunden dem Schweizer Justin Murisier geschlagen geben. „Das ist schon enttäuschend, aber ich nehme das Positive mit. Das ist jetzt Motivation für die nächsten Rennen“, sagte Schmid nach Rang 18. Im Riesenslalom tags zuvor hatte er mit Rang 13 sein bestes Saisonergebnis erzielt.

Meisen schied ebenfalls gegen einen Schweizer aus und war gegen Loic Meillard chancenlos. Der Einzug in die K.o.-Runde und Platz 19 war in seinem dritten Weltcup-Rennen aber bereits ein Erfolg für den 23-Jährigen vom SC Garmisch. „Das motiviert mich brutal. Und jetzt: Frohe Weihnachten“, sagte er.

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