Lüner Publikum beschert Thriller „Der letzte Mieter“ den Filmpreis „Lüdia“

dz30. Kinofest Lünen

Ein Thriller bekam die meiste Zustimmung des Lüner Publikums beim 30. Kinofest. Regisseur Gregor Erler bekam am Samstag (14.11.) den Filmpreis „Lüdia“ für seinen Film „Der letzte Mieter“.

Lünen

, 16.11.2019, 22:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Damit hatte Gregor Erler nie gerechnet. „Ich bin wirklich überrascht“, sagte der strahlende Gewinner der „Lüdia“ bei der Preisgala am Samstagabend (16.11.) im Hilpert-Theater. Bei seinem ersten Besuch des Kinofestes gleich den Hauptpreis zu gewinnen, machte den sympathischen Berliner fast sprachlos.

„Mein großer Dank gilt dem Publikum, für uns Filmemacher ist es immer etwas Fantastisches, einen Publikumspreis zu gewinnen.“ Zumal er „Der letzte Mieter“ komplett ohne die Unterstützung eines Fernsehsenders und bis zum Schnitt auch ohne Förderung realisiert hat. Danach gab es eine kleine Förderung aus Baden-Württemberg.

„Der letzte Mieter“ kommt 2020 ins Kino

2015 hat Erler angefangen, an dem Drehbuch zu schreiben. „Das dauerte dann relativ lange, ich hab zwar auch schon Drama oder Komödie geschrieben, aber ein Thriller muss genau durchdacht sein“, so der Regisseur nach der Preisverleihung.

Gedreht wurde dann Ende 2016 bis Anfang 2017. Es folgten dann eineinhalb Jahre Postproduktion. „Der letzte Mieter“ hat einen kleinen Verleih gefunden, der den Film voraussichtlich Ende März 2020 in ausgewählte Kinos bringt.

FOTOSTRECKE
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30. Kinofest: Preisgala

Impressionen von der Preisgala am Samstagabend (16.11.) beim 30. Lüner Kinofest.
17.11.2019
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Mit einer Neufassung von "Marmor, Stein und Eisen bricht" eröffneten die Moderatoren Peter G. Dirmeier und Antje Knapp die Preisgala.© Günter Blaszczyk
Zwei der Juroren der Schauspieljury Anke Sevenich und Dietrich Hollinderbäumer.© Günter Blaszczyk
Gläserne Preise: Die Rakete, der RuhrPott und die Perle.© Günter Blaszczyk
Bei der Preisgala© Günter Blaszczyk
Die Schülerjury 16+ mit Landrat Michael Makiolla, Mentor Fabian Busch und Moderator Peter G. Dirmeier.© Günter Blaszczyk
Drei der Stifterinnen der "Perle", die zugleich Jurorinnen waren: (v.l.) Stephanie Just, Moderatorin Antje Knapp, Madeleine Zippro und José Flume.© Günter Blaszczyk
Vorhang auf für Juroren, Preise und Gewinner.© Günter Blaszczyk
Catrin Groth spielte nicht nur Saxofon, sondern sang auch "What a wonderful world".© Günter Blaszczyk
Gewinner Gregor Erler (r.) bekam von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns die Lüdia überreicht.© Günter Blaszczyk
Jurorinnen unter sich: Corinne Le Hong (l.) von der Drehbuchjury und Anke Sevenich von der Schauspieljury.© Günter Blaszczyk
Schauspielerin Anke Sevenich hatte offensichtlich viel Spaß bei ihrer Aufgabe als Schauspieljurorin.© Günter Blaszczyk
Anke Sevenich und Dietrich Hollinderbäumer© Günter Blaszczyk
Auch wenn der Umschlag fehlte: Dr. Anke Höwing (v.l.) informierte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns und Moderatorin Antje Knapp auch so über den Lüdia-Gewinner.© Günter Blaszczyk
Gewinner und Team des Kinofestes auf der Bühne des Heinz-Hilpert-Theaters.© Günter Blaszczyk
Preisstifter Michael Makiolla mit Moderatorin Antje Knapp.© Günter Blaszczyk
Ihr Gesangs- und Tanztalent zeigten Peter G. Dirmeier und Antje Knapp.© Günter Blaszczyk
Verleihung des Schülerjury 16+-Preises an die Produzentin des Films "Der Geburtstag".© Günter Blaszczyk
Das Catrin-Groth-Trio sorgte für wunderbare musikalische Unterhaltung.© Günter Blaszczyk
Die "Wächterinnen der Preise": Anna Komzin (l.) und Dr. Antje Höwing.© Günter Blaszczyk
Schauspieler Dietrich Hollinderbäumer (r.), Schauspielerin Anke Sevenich und der Agent der Beiden.© Günter Blaszczyk
Jurorin Corinne Le Hong stellte den Drehbuchpreisträger vor.© Günter Blaszczyk
Die Verleihung des Drehbuchpreises.© Günter Blaszczyk
Landrat Michael Makiolla (r.), Moderatorin Antje Knapp (M.), Mentorin Julia Schmidt und die Schülerjury 10+.© Günter Blaszczyk
Moderator Peter G. Dirmeier mit der Leserjury der Ruhr Nachrichten.© Günter Blaszczyk
Die Gewinner des RuhrPotts: Regissseurin Mala Reinhardt und Kameramann Patrick Lohse kamen mit ihrem zwei Monate alten Baby nach Lünen, wohl der jüngste Kinofestgast.© Günter Blaszczyk
Die Leserjury mit Moderator Peter G. Dirmeier (v.l.), Jens Hendrik Heuser, Silke Lenkeit, Barbara Günnewig und Bernhard Neumann.© Günter Blaszczyk
Lüdia-Gewinner Gregor Erler mit seinem Preis im Theater.© Günter Blaszczyk

Die Zahl 10.000 spielte am Samstagabend gleich eine doppelte Rolle. Der Filmpreis „Lüdia“ ist mit 10.000 Euro dotiert. Und die Kinofestleiter Mike Wiedemann und Sven Ilgner freuen sich, dass die Filme des 30. Kinofestes von mehr als 10.000 Zuschauern gesehen wurden - und am Sonntag noch werden.

Damit konnte das Festival erneut seine Zuschauerzahlen steigern. Dazu trug auch das Programm „Kinofest plus“ für Schüler bei, denn dort gab es mit 3600 Besuchern eine Steigerung von 20 Prozent.

Im Hilpert-Theater erlebten die Besucher eine neue Form der Preisgala, mit mehr Musik, gut aufgelegten Moderatoren (Antje Knapp und Peter G. Dirmeier) und natürlich glücklichen Gewinnern.

Der Kinderfilmpreis Rakete, wie die Lüdia ein Zuschauerpreis, geht in diesem Jubiläumsjahr an „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten von Martin Tischner. Dotiert ist der Preis mit 3000 Euro.

Lüner Publikum beschert Thriller „Der letzte Mieter“ den Filmpreis „Lüdia“

Moderator Peter G. Dirmeier (v.l.) mit den Leserjuroren Jens Hendrik Heuser, Silke Lenkeit, Barbara Günnewig und Bernhard Neumann. © Günter Blaszczyk

Auch zahlreiche Jurys hatten die Qual der Wahl. Der Lüner Schauspielpreis ging an Saskia Rosendahl für ihre Rolle in „Mein Ende dein Anfang“. Den HWG Drehbuchpreis bekam Michael Fetter Nathansky für „Sag du es mir“.

Die Stifterinnen und Jurorinnen der Perle, des Preises für Frauen in der Filmbranche, zeichneten Kitty Katschke für das Maskenbild in „Systemsprenger“ aus. Die Leserjury des RuhrPott-Dokumentarfilmpreises der Ruhr Nachrichten vergab den Preis an Mala Reinhardt für „Der zweite Anschlag“. „Für uns war es wichtig, die Perspektive der Betroffenen der Anschläge zu zeigen“, so die Regisseurin.

Lüner Publikum beschert Thriller „Der letzte Mieter“ den Filmpreis „Lüdia“

Regisseurin Mala Reinhardt, Kameramann Patrick Lohse (r.) und Moderator Peter G. Dirmeier mit dem Dokumentarfilmpreis RuhrPott. © Günter Blaszczyk

Die Schülerjurys entschieden sich anders als das ganze Publikum. Der Preis der Schülerjury 10+ ging an Markus Dietrich für „Invisible Sue“. Die Schülerjury 16+ zeichnete „Der Geburtstag“ von Carlos A. Morelli aus. Bei dieser Preisverleihung gab es vor allem berührende und überraschende Momente. Der junge Syrer Odai Alnasseallah, der seit 18 Monaten in Deutschland ist, bedankte sich bei allen Menschen, die ihm geholfen haben und dafür, Teil der Schülerjury sein zu dürfen. Mit der Ukulele brachten die jungen Leute dem Kinofest ein Geburtstagsständchen.

Schon am Montagabend war der Insassenpreis der JVA Werl an die deutsche Oscar-Hoffnung „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt gegangen.

Die Preise für die Kurzfilme wurden in diesem Jahr erstmals nicht bei der Preisgala vergeben, sondern direkt nach den Wettbewerben. Schauspieler Leonard Lansink zeichnete am Freitagabend mit dem Preis „Erste Hilfe“ Benjamin Kramme für seinen Film „Alternativen aus.

Suli Kurban erhielt am Samstagnachmittag bei „Bella Italia“ den Preis „Erster Gang für seinen mittellangen Film „Hayat - Leben“.

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