Lüner Politik will keine Shuttle-Lösung für das Lippewerk

Nahverkehr

Die Anbindung des Gewerbegebiets Lippholthausen an den Nahverkehr gestaltet sich schwierig. mit dem Vorschlag der Stadt war die Politik aber trotzdem überhaupt nicht einverstanden.

Lünen

, 06.10.2018, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lüner Politik will keine Shuttle-Lösung für das Lippewerk

Das Lippewerk ist nicht nur Europas größtes Recycling-Zentrum, sondern mit 1500 Mitarbeitern auch einer der größten Arbeitgeber in Lünen. Eine Anbindung an den ÖPNV gibt es jedoch nicht. © Goldstein

Die Stadt Lünen möchte ihren Nahverkehrsplan fortschreiben – sprich: Die Bedingungen des Nahverkehrs an die Realität anpassen. Vor allem das Gewerbegebiet Lippholthausen mit dem Lippewerk von Remondis bereitet hier Kopfzerbrechen: Es gibt keine Anbindung an Buslinien, weshalb auch der Hauptbahnhof für die Mitarbeiter nicht erreichbar ist – und der Anreiz, auf das eigene Auto zu verzichten, gegen null tendiert.

Die Verwaltung schlug dem Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend vor, probeweise für zwei Jahre über einen Shuttlebus das Lippewerk – und das Gewerbegebiet – an die bestehende Buslinie C1 anzuschließen. Damit waren die Politiker allerdings überhaupt nicht zufrieden. „Die Verbindlichkeit einer Anbindung sehen wir in dieser Stellungnahme nicht“, stellte Rüdiger Billeb für die SPD fest. Die anderen Fraktionen teilten diese Ansicht. Johannes Hofnagel (GFL) nahm diese Einigkeit zum Anlass, ein klares Signal auszusenden: „Wir wollen eine Busverbindung, die das Gewerbegebiet mit dem Hauptbahnhof und der U41 in Brambauer verbindet – ohne wenn und aber.“

Klare Linie gefordert

Der Technische Beigeordnete Arnold Reeker gab zu bedenken, dass die Kosten für eine solche Buslinie möglicherweise auch von Städten getragen werden müssten, die im Endeffekt nichts von einer solchen Änderung haben. „Die Verwaltung könnte sich auch darauf einlassen, die Probezeit statt auf zwei nur auf ein Jahr zu begrenzen.“

Doch auch hier spielten die Politiker nicht mit. Nach einer zehnminütigen Sitzungsunterbrechung fiel einstimmig der Beschluss, eine entsprechende Buslinie – oder die Anbindung der bestehenden Linie C1 an das Lippewerk – beim dafür zuständigen Kreis Unna zu fordern.

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