Lügde-Prozess: 28 Opfer als Nebenkläger zugelassen

Kurz vor Prozessbeginn im Missbrauchsfall Lügde hat das Landgericht Detmold ein weiteres Opfer als Nebenkläger zugelassen. Am Donnerstag werden 28 Nebenkläger von 18 Rechtsanwälten vertreten, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigte. Auf einem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über viele Jahre hinweg mehr als 40 Jungen und Mädchen schwer sexuell missbraucht und manche von ihnen dabei gefilmt worden sein. Drei Männer sind vor dem Landgericht angeklagt.

26.06.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lügde-Prozess: 28 Opfer als Nebenkläger zugelassen

Die zum Teil bereits abgerissene Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald. Foto: Guido Kirchner/Archivbild

Einem 56-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft vor, 23 Mädchen in 298 Fällen missbraucht zu haben. Der Mann soll sich wegen sexueller Gewalt gegen die Kinder und wegen des Besitzes kinderpornografischer Bilder und Videos verantworten. Einem 34 Jahre alten Beschuldigten werden in der Anklage 162 Missbrauchstaten vorgeworfen. Er soll acht Mädchen und neun Jungen sexuell misshandelt haben, manche von ihnen schwer. Ein dritter Angeklagter (49) soll an Webcam-Übertragungen teilgenommen und teils zum Missbrauch aufgefordert haben.

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