Ludger Burmann geht hart ins Gericht mit dem neuen Dortmunder Tatort

Tatort-Kritik

Kämpfe bis zum Tod, ein stiller Zeuge und eine Kommissarin, die zu weit geht: Für Ludger Burmann, der selbst in Tatorten mitgespielt hat, ist der neue Dortmunder Fall äußerst fragwürdig.

Werne

, 06.10.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dunkle Industriehallen, verbrannte Menschenknochen und ein Schlüssel zu einem Hotelzimmer. Der neue Dortmunder Tatort „Tod und Spiele“, den das Erste am Sonntag, 7. Oktober, um 20.15 Uhr zeigt, beginnt düster und mit vielen Fragen. Einige bleiben bis zum Schluss ungeklärt. Genau das ist es, was Ludger Burmann am neuen Tatort bemängelt. Der 62-jährige Schauspieler aus Werne, der unter anderem in TV-Tatorten zu sehen war, kritisiert am Sonntagabend exklusiv bei uns im Video die neue Folge aus Dortmund.

Zum Inhalt: Der zwischen den Knochen gefundene Zimmerschlüssel führt die Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) in ein Dortmunder Hotel. Dort finden sie einen kleinen, verängstigten Jungen. Der womöglich einzige Zeuge schweigt.

Ludger Burmann geht hart ins Gericht mit dem neuen Dortmunder Tatort

In einer Industriehalle untersucht die Rechtsmedizinerin Greta Leitner (Sybille J. Schedwill) Menschenknochen. © WDR/Thomas Kost

Die Ermittlungen führen das Dortmunder Team in die illegale Kampfsport-Szene, in der es um viel Geld geht. „So etwas kommt vielleicht in Singapur oder Hongkong vor. In Dortmund ist das sehr, sehr unwahrscheinlich“, sagt Ludger Burmann, der früher selbst Aikido und Kickboxen betrieben hat, wie er verrät.

Einige unvorhersehbare Wendungen hält dieser Tatort wieder bereit. Dabei haben Ludger Burmann vor allem die Methoden von Kommissarin Martina Bönisch, die einem russischen Multimilliardär bei Undercover-Ermittlungen sehr nahe kommt, besonders überrascht. „Das geht gar nicht“, sagt er dazu. Nur soviel dazu.

Ludger Burmann geht hart ins Gericht mit dem neuen Dortmunder Tatort

Verdeckte Ermittlungen: Martina Bönisch (Anna Schudt) zusammen mit Oleg Kombarow (Samuel Finzi) auf der Tanzfläche. Die Kommissarin kommt dem reichen Russen sehr nahe. © WDR/Thomas Kost

Mehr Bilder hätte sich der Schauspieler bei diesem Tatort von Dortmund gewünscht. Auch der BVB wird in einer Szene nur kurz erwähnt. „Da hätte man viel mehr draus machen können. Das wäre für viele Fans interessant gewesen“, ist Ludger Burmann überzeugt.

Insgesamt bleiben für Burmann viele Bilder nebulös und viele Fragen offen. Was er insgesamt von der Geschichte, dem neuen Kommissar Jan Pawlak (Rick Okon) und einigen menschlichen Abgründen, die sich auftun, hält, verrät der Werner in unserer Video-Kritik, die am Sonntag direkt nach der Ausstrahlung des Tatorts um 21.45 Uhr auf unserer Internetseite veröffentlicht wird.

Ludger Burmann geht hart ins Gericht mit dem neuen Dortmunder Tatort

Für Schauspieler Ludger Burmann bleiben zu viele Fragen offen im neuen Dortmunder Tatort „Tod und Spiele“. © Helga Felgenträger (A)

  • Ludger Burmann hat in vielen Fernsehserien, Filmen und Hörspielen mitgewirkt. Der gebürtige Werner war von 1984 bis 1989 Mitglied am Dortmunder Stadttheater.
  • Heute arbeitet der 62-jährige Schauspieler auch als Mediator, Coach, Musiker, Kabarettist und Redner.
  • Bei dem Dortmunder Tatort „Tod und Spiele“ führte Maris Pfeiffer Regie.
  • Video-Kritik mit Ludger Burmann am Sonntag, 7. Oktober, um 21.45 Uhr hier.
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