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Löschen, wässern, pumpen: Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Die Feuerwehren in NRW sind derzeit im Dauereinsatz. Brennende Felder und vertrocknete Bäume machen den Einsatzkräften zu schaffen. Und: die Feuerwehrleute haben auch mit der schweren Ausrüstung zu kämpfen.

03.08.2018

Brennende Felder, vertrocknete Bäume, warme und schwere Schutzkleidung - die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen haben derzeit mit der anhaltenden Hitze zu kämpfen. Laut dem Verband der Feuerwehren NRW komme es zurzeit durch das Wetter zu deutlich mehr Einsätzen. Und: Die schwere Ausrüstung kann für die Feuerwehrleute zu einer zusätzlichen Belastung werden, eine besondere Vorbereitung ist erforderlich.

In Westerkappeln geriet kürzlich ein Feuer außer Kontrolle. Dabei war den Feuerwehrleuten beim Löschen des sich rasend schnell ausbreitenden Stoppelfeldbrandes im Münsterland zunächst das Wasser ausgegangen. Auch einige Feuerwehrschläuche wurden Raub der Flammen. In Bochum waren über 500 Strohballen in Brand geraten. 78 Einsatzkräfte hatten die Ballen über Nacht kontrolliert abbrennen lassen, wie die Feuerwehr mitteilte. Bedingt durch die warmen Temperaturen komme es immer wieder zu solch größeren Einsätzen, teilte Frank Hilbig, Pressesprecher der Feuerwehr Bochum, mit. Die Gefahr, dass sich ein Feuer ausbreite, sei durch die Trockenheit erheblich größer als sonst.

Wichtig für die Einsätze ist eine optimale Vorbereitung. Besonders die schwere Ausrüstung kann bei der Hitze zur Belastung werden. „Die eigene Schutzkleidung wiegt schon 25 Kilo, dann kommen noch rund zehn Kilo Ausrüstung für den Einsatz, wie der Feuerwehrschlauch dazu“, sagt Hilbig. Das ganze Gewicht sei eine starke körperliche Belastung bei den heißen Temperaturen.

Ganz wichtig sei es deshalb, den Körper mit genug Flüssigkeit zu versorgen. So gibt es in den Fahrzeugen immer genug Mineralwasser zum Trinken. „Die Einsatzleiter müssen rechtzeitig für Ablösung sorgen und damit auf ihre Feuerwehrleute aufpassen“, so Hilbig. „Bei Arbeiten nebenbei wie dem Reinigen der Schläuche machen wir im Moment alles ganz ruhig und langsam. Wir müssen unsere Kräfte für die wichtigen Einsätze sparen.“ Trotzdem stehen die Feuerwehrleute derzeit unter besonders viel Stress. Überstunden könnten zur Zeit nicht abgebaut werden und viel Freizeit bleibe neben den Einsätzen auch nicht.

Es komme auch zu zusätzlichen Einsätzen neben der regulären Arbeit. Bäume müssen bewässert und Teiche umgesetzt werden. „Das macht bei uns die Freiwillige Feuerwehr“, so Hilbig. „Die Feuerwehrleute sind fast täglich im Einsatz und zeigen ein wahnsinniges Engagement.“ Die Ehrenamtlichen stehen dabei unter doppelter Belastung - der ihrer eigentlichen Arbeit sowie den Einsätzen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Laut dem Verband der Feuerwehren in NRW werden 288 Gemeinden von insgesamt 396 durch ehrenamtliche Feuerwehrleute betreut.

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