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Liste mit Unterschriften aus Supermarkt verschwunden

Bürgerbegehren Lutherschule

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Abriss der Lutherschule rätseln über einen Vorfall im K&K-Markt Selm. Dort ist eine Unterschriftenliste abhanden gekommen. Wie, ist unklar.

Selm

von Arndt Brede

, 07.08.2018
Liste mit Unterschriften aus Supermarkt verschwunden

Diese Listen liegen an vielen Stellen aus. © Arndt Brede

Im Bemühen, genügend Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Abriss des Gebäudes der ehemaligen Lutherschule zu bekommen, sind die Initiatoren mit einem speziellen Problem konfrontiert: Eine Unterschriftenliste, die im K&K-Markt an der Ludgeristraße auslag, ist weg.

Möglicherweise Strafanzeige

„Uns ist mitgeteilt worden, dass eine Frau die Liste einfach mitgenommen hat“, berichtet Marion Küpper, eine der Initiatoren des Bürgerbegehrens, im Gespräch mit der Redaktion. „Wir überlegen jetzt, ob wir Strafanzeige gegen Unbekannt stellen.“ Gegen Unbekannt deswegen, „weil wir die Frau ja nicht kennen“. Fakt sei jedoch, dass diejenigen, die im K&K-Markt ihre Unterschrift auf der Liste abgegeben haben, wissen sollten, dass ihre Unterschriften nun bei den Initiatoren nicht ankommen. Eben weil die Liste verschwunden sei.

In einer Mail an die Redaktion schildert auch Ralf Piekenbrock, Mitbegründer der Interessengemeinschaft Kommunalpolitik Selm (IKS), den Fall der verschwundenen Liste. Piekenbrock dazu wörtlich unter anderem: „Als man vor Ort erschien, teilte die Verkäuferin mit, dass bereits eine Frau da gewesen sei und diese abgeholt hat. Weder lag dafür eine Berechtigung vor, noch wurde die Liste übergeben, noch ist bekannt, wer diese Frau ist. Wir empfehlen den Initiatoren Strafanzeige zu erstatten.“

Vielleicht ein Versehen

Die Redaktion hat bei der Selmer K&K-Marktleitung nachgefragt, wie sich das Ganze abgespielt hat. Antwort: „Die Liste hat tatsächlich in unserem Markt gelegen. Ich habe zwei Unterschriften darauf gesehen. Eine Kollegin hat mir dann gesagt, dass die Liste weg sei. Ob sie weggenommen worden ist oder ob sie runtergefallen ist und versehentlich in den Müll geworfen wurde, kann ich nicht sagen.“ Marion Küpper und ihre Mitstreiter wollen jetzt abwarten, ob die Liste doch wieder auftaucht.

Unterdessen ist seit Freitag, dem Tag, an dem die Initiatoren des Bürgerbegehrens zu einer Versammlung geladen hatten, die Zahl derer gestiegen, die selbst mit Listen durch Selm ziehen, um in ihrer Nachbarschaft für das Begehren zu werben.

Die Initiatoren und auch UWG-Ratsherr Hubert Seier hatten die Anwesenden aufgefordert, Listen mitzunehmen. Dieses Angebot haben viele wahrgenommen. Noch bis zum 17. August werden Unterschriften gesammelt, um sie dann von der Stadt auf Zulässigkeit prüfen zu lassen.