Lippewohnpark: 30-Millionen-Projekt steht kurz vor dem Abschluss

Viele Mieter eingezogen

Zwölf Jahre ist es her, da haben die Stadtwerke das Grundstück an der Lippe an Bauverein und WBG verkauft. In den letzten Monaten hat das Projekt Fahrt aufgenommen. Ein Besuch vor Ort.

Lünen

, 23.10.2018, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lippewohnpark: 30-Millionen-Projekt steht kurz vor dem Abschluss

Es hat lange gedauert - doch nun steht der Lippewohnpark kurz vor der Fertigstellung. © M. Hockerts

Zuerst die Rahmendaten

Acht Häuser stehen direkt neben dem Hallenbad zwischen Lippe und Konrad-Adenauer-Straße mit jeweils fünf Etagen, das macht 82 Wohnungen. 41 gehören der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG), das sind alles Mietwohnungen. Die andere Hälfte, viel Eigentum, hat der Bauverein vermarktet.

Lippewohnpark: 30-Millionen-Projekt steht kurz vor dem Abschluss

Gestalter des Projekts Lippewohnpark (v.l.): Carsten Unterberg, Prokurist beim Bauverein, Andreas Zaremba, Vorstand Bauverein, Rainer Heubrock, Geschäftsführer WBG und Jan Hische, kaufmännischer Leiter WBG. © Fröhling

Alle Wohnungen sind frei finanziert, es handelt sich nicht um öffentlich geförderten Wohnungsbau. Es gibt in allen Häusern Aufzüge, alle Wohnungen sind barrierefrei. Die Komfort-Ausstattung schlägt sich im Preis nieder: 10,70 Euro kostet hier der Quadratmeter. Die Wohnungen sind zwischen 52 und 117 Quadratmeter groß - und so gut wie alle vergeben. „Die Nachfrage war riesig“, sagt Bauverein-Vorstand Andreas Zaremba.

Warum hat es so lange gedauert?

Lange gedauert hat es in der Tat, denn es ist jetzt zwölf Jahre her, dass das Grundstück verkauft worden ist. Seitdem hat es im Rathaus lange und ausgiebige Diskussionen darüber gegeben, was dort entstehen soll. Bis sich am Ende alle einig waren. Dann musste der Boden dort noch saniert werden. Das war - in unmittelbarer Lippe-Nähe - ziemlich aufwendig, sagt WBG-Geschäftsführer Rainer Heubrock: „Auf dem Gelände stand ja auch das alte Heizwerk.“ Dass die Sanierung so aufwendig war, habe sich natürlich am Ende in den Baupreisen und später in den Miet- und Kaufpreisen niedergeschlagen.

Wann ist denn alles fertig?

Viele Mieter und Besitzer sind ja schon eingezogen, vor allem in den vorderen Häusern zur Lippe hin. Vorne soll Ende dieses Jahres auch alles bezugsfertig werden, in der zweiten Reihe sollen die neuen Bewohner im März/April 2019 einziehen können.

Und was sagen die, die schon drin wohnen?

Eine ist zumindest ziemlich begeistert. Carola Niklas (53) nämlich. Die ist mit ihrem Mann zwar erst vergangenen Donnerstag eingezogen, aber schon jetzt überzeugt von der neuen Wohnung. Die wohnt im ersten Geschoss. Auf dieser Etage gibt es zwischen den Häusern eine Verbindung, eine Art Dachterrasse, auf der auch die Wohnungen einen eigenen großzügigen Außenbereich haben. Noch ist drum herum Erde, bald schon soll der Rasen gepflanzt werden. Von dort hat sie den Blick auf den Park vorm Haus und dahinter die Lippe.

Lippewohnpark: 30-Millionen-Projekt steht kurz vor dem Abschluss

Carola Niklas in ihrer neuen Küche. © Fröhling

„Wir sind hier fast täglich mit dem Rad vorbeigekommen“, sagt Carola Niklas. Dann habe sie einfach mal einen Termin zur Besichtigung vereinbart. Ihr Mann hatte zwar keine Zeit an diesem Tag. Sie war trotzdem so überzeugt, dass sie direkt zugesagt hat. „Ich kann von meiner Couch die Lippe sehen, das ist wunderbar“, sagt sie. 80 Quadratmeter ist ihre neue Wohnung groß, verteilt auf zwei Zimmer, Bad und Gäste-WC.

Die Jugendlichen, die an warmen Sommerabenden im Park vor ihrem Wohnzimmerfenster abhängen, stören sie nicht. Die Hinterlassenschaften der jungen Leute würden regelmäßig weggemacht, hat sie beobachtet. Und manche von denen grüßen sie sogar, wenn sie mit dem Hund vorbei kommt.

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Der Blick von Carola Niklas‘ Terrasse. © Fröhling

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