Letzter Betuwe-Abschnitt: Mehr Lärmschutz gefordert

Auch beim letzten Planungsabschnitt des milliardenschweren Ausbaus der Betuwe-Bahnlinie fordern die Anwohner nach Angaben der Deutschen Bahn vor allem besseren Lärmschutz. Im Verfahren zum dreigleisigen Ausbau der Bahnlinie vom Ruhrgebiet zum niederländischen Hafen Rotterdam hat am Dienstag in Emmerich die Erörterung von Einwänden und Bedenken für den letzten von zwölf Abschnitten begonnen. Bei dem nicht-öffentlichen Termin der Bezirksregierung Düsseldorf werden unter anderem Kritiker, Fachbehörden und die Bahn zu dem Vorhaben gehört.

20.11.2018, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Letzter Betuwe-Abschnitt: Mehr Lärmschutz gefordert

Ein Güterzug fährt auf der Betuwe-Linie über eine Bahnkreuzung. Foto: Martin Gerten

Nach Angaben der Bahn wurden rund 800 Einwände gegen die Planungen des Abschnitts Emmerich-Elten eingereicht. 740 davon kamen von Privatleuten. Wie schon viele Anwohner in den anderen Bauabschnitten forderten die meisten nach Angaben der Bahn besseren Lärmschutz, etwa durch spezielle Fenster oder durch Lärmschutzwände. „Der Lärmschutz zieht sich wie ein roter Faden durch“, sagte ein Bahnsprecher. Kritik gibt es auch an dem Vorhaben, den sogenannten Eltenberg in Emmerich mit der Verlegung einer Bundesstraße anzuschneiden.

Das Eisenbahnbundesamt muss entscheiden, ob die Einwände berücksichtigt werden müssen. An der gesamten Strecke haben insgesamt 8700 Privatleute und 410 Träger öffentlicher Belange wie Kommunen und Behörden ihre Einwände eingereicht. Der 1,5 Milliarden teure Ausbau des deutschen Abschnitts der Betuwe-Linie zählt zu den wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen im deutschen Schienenverkehr.

Der Ausbau hatte zwar im Januar 2017 begonnen. Für die zwölf Abschnitte gibt es bisher nur aber einen Bauchrechtsbeschluss. Ein zweiter wird noch in diesem Jahr erwartet.

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