Lehrschwimmbecken ist kontroverses Thema in der Ratssitzung

dzAb 17.30 Uhr

Manche Ratssitzungen sind schon nach 30 Minuten vorüber. Das dürfte am heutigen Mittwoch, 5. Dezember, ganz anders aussehen. Stichwort: Lehrschwimmbecken Stockum.

Werne

, 05.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur, dass die Tagesordnung mit 23 Punkten im öffentlichen Teil besonders lang ist – Brisanz birgt vor allem der 3. Tagesordnungspunkt: die Zukunft des Lehrschwimmbeckens in Stockum. Es gibt in den Fraktionen unterschiedliche Auffassungen. Zuletzt hatte die CDU einen Vorstoß zum Erhalt des Beckens mittels eines NRW-Förderprogrammes ins Spiel gebracht.

Die Sitzung dürfte auf großes Publikums-Interesse stoßen, aus Stockum haben viele Familien und Betroffene ihr Erscheinen bei der öffentlichen Sitzung ab 17.30 Uhr im Alten Rathaus angekündigt. Doch es warten auch noch andere wichtige Punkte wie die Müllgebühren.

Lehrschwimmbecken Stockum

Über die Zukunft des Stockumer Bades ist eine heiße Diskussion entbrannt. Eigentlich war klar, dass das Becken aus wirtschaftlichen Gründen wenige Monate nach der Eröffnung des neuen Solebades im April 2019 schließen soll. Je näher der Termin rück, desto größer ist der Widerstand gegen das Aus des Beckens. Zumal nicht alle Stockumer Angebote nahtlos im neuen Solebad stattfinden können.

Lehrschwimmbecken ist kontroverses Thema in der Ratssitzung

Spannende Fragen im Stadtrat: Hat das Lehrschwimmbecken eine Chance? © Daniel Claeßen (A)

Brandschutzbedarfsplan

Ein umfangreicher Tagesordnungspunkt steht an 4. Stelle auf dem Plan: der sogenannte Brandschutzbedarfsplan. Der soll sicherstellen, dass die Freiwillige Feuerwehr Werne auch in Zukunft den gesetzlichen Anforderungen nachkommen kann. Dazu gehören etwa Investitionen in Geräte und Gebäude, Beschreibungen von allgemeinen Gefahren und Risiken, Ermittlung des Personalbedarfs, Einsatzzeiten und vieles mehr.

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Der Brandschutzbedarfsplan soll die Arbeit der Feuerwehr für die kommenden Jahre auf eine feste Grundlage stellen. © Jörg Heckenkamp

Gebühren

Eine gute Nachricht halten die Tagesordnungspunkte 9 bis 12 parat. Dabei geht es um die Gebühren für Müll, Abwasser, Klärschlamm und Straßenreinigung. Laut Vorschlag der Verwaltung sollen Müll- und Abwassergebühren sinken, die Kosten für die Straßenreinigung leicht ansteigen. Im Saldo würde das eine Ersparnis für eine Werner Durchschnittsfamilie von etwa 40 Euro im Jahr bedeuten.

Lehrschwimmbecken ist kontroverses Thema in der Ratssitzung

Die Gebühren sollen im Saldo sinken. © Peter Endig (A)

Fassadengestaltung

Auch hier gibt‘s – zunächst – eine gute finanzielle Nachricht. Allerdings ist der Kreis der möglichen Nutznießer begrenzt. Denn es geht um die Förderung zur Erhaltung und Weiterentwicklung historischer Gebäude in der Innenstadt. Doch die sich so gut anhörende Zuschuss-Steigerung von 3000 auf 10.000 Euro entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Mini-Steigerung um in der Regel 500 Euro auf 3500.

Lehrschwimmbecken ist kontroverses Thema in der Ratssitzung

Die Förderung zur Fassadengestaltung alter Gebäude wird modifiziert. © Helga Felgenträger (A)

Parken am Solebad

Die Besucher des neuen Solebades müssen auf dem Hagen kostenlos parken können. So lautet der Kern des Antrags, den die FDP-Fraktion für die Ratssitzung gestellt hat (Punkt 19 der Tagesordnung). Badbesucher dürften nicht noch ein Parkticket zum Eintrittspreis hinzurechnen müssen, argumentieren die Liberalen. Kostenlose Parkmöglichkeiten würden zudem die Innenstadt stärken.

Lehrschwimmbecken ist kontroverses Thema in der Ratssitzung

Die FDP fordert freies Parken für Solebad-Besucher. © Jens Ostrowski (A)

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