Lehrkrankenhaus: Medizin-Studenten aus Münster bekommen bald Praxiserfahrung in Schwerte

Marienkrankenhaus Schwerte

Das Marienkrankenhaus Schwerte wird als Lehrklinik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster anerkannt. Das hat starken Einfluss auf die Arbeit der Schwerter Chefärzte.

Schwerte

, 19.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lehrkrankenhaus: Medizin-Studenten aus Münster bekommen bald Praxiserfahrung in Schwerte

Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. med. Bernhard Marschall, Dr. Jörg Freyhoff, Chefarzt und Lehrbeauftragter des Marienkrankenhauses, sowie Geschäftsführer Jürgen Beyer unterzeichneten in Münster die Verträge zur Anerkennung der Schwerter Klinik als Lehrkrankenhaus. © Foto: Marienkrankenhaus

Um als Lehrkrankenhaus anerkannt zu werden, mussten etliche Voraussetzungen erbracht werden. Eine Delegation aus Münster nahm dazu die Schwerter Klinik vor den Sommerferien unter die Lupe und attestierte anschließend, dass sämtliche Bedingungen erfüllt sind.

„Das ist für uns als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung eine tolle Anerkennung und unterstreicht nach außen, welche Qualität wir in der medizinischen Versorgung unserer Patienten anbieten“, erklärt Jürgen Beyer nicht ohne Stolz.

Praktisches Jahr in Schwerte

Für die Ausbildung von Medizinstudierenden im Praktischen Jahr arbeiten die Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und das Marienkrankenhaus Schwerte zukünftig kooperativ zusammen. Soweit möglich sollen auch gegenseitige Angebote für die Weiter- und Fortbildung, insbesondere die didaktische Fortbildung zur Ausbildung von Studierenden, genutzt werden.

Die Unterschrift unter den Kooperationsvertrag setzten Jürgen Beyer, Geschäftsführer des Marienkrankenhauses, Dr. Jörg Freyhoff, Lehrbeauftragter des Marienkrankenhauses und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, und der Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. med. Bernhard Marschall.

Sechs bis sieben Studenten

„In Zukunft können sechs bis sieben Studenten vor der Abschlussprüfung bei uns ihr Praktisches Jahr absolvieren“, führt Dr. Jörg Freyhoff aus. In Dreierblöcken belegen die angehenden Ärzte in Schwerte jeweils vier Monate die Bausteine „Chirurgie“, „Innere Medizin“ sowie ein Wahlfach – entweder Anästhesiologie oder Gynäkologie/Geburtshilfe.

Dabei muss das Schwerter Krankenhaus die Ausbildungsrichtlinien der Münsteraner Universität gewährleisten. Die Chefärzte des Marienkrankenhauses sind zukünftig auch verpflichtet, sich an den mündlich-praktischen Prüfungen der Studierenden am Ende des Studiums zu beteiligen. Zur Prüfungsvorbereitung finden daher regelmäßig für die Studenten Fortbildungen im Krankenhaus statt, in denen das praktisch Erlernte theoretisch untermauert wird.

Praktisches Wissen weitergeben

„Die Standards der Münsteraner Universität sind hoch. Denn die Qualität der Ausbildung hat natürlich auch etwas damit zu tun, wie die angehenden Mediziner ihr Studium praxisorientiert umsetzen können“, sagt sich Dr. Jörg Freyhoff, dass in Zukunft die ärztlichen Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Erfahrung an den medizinischen Nachwuchs weitergeben dürfen.

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