„Leben, Lachen, Freude“: Das ist das Motto beim Selmer Tag des Friedhofs

dzTag des Friedhofs

Ausgerechnet „Leben, Lachen, Freude“ lautet das Motto am Sonntag, 14. Oktober, ab 15 Uhr auf dem Selmer Friedhof, Auf der Geist. „Warum auch nicht“, sagt Dieter Niechcial vom Hospizverein.

Selm

, 12.10.2018, 13:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Friedhof sei schließlich nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der Kommunikation. „Und Lachen hilft immer.“ Neben Informationen über Gräber, Blumen und Steine warten am Sonntag auch Musik und Kuchen auf die Gäste. Gegen 18.30 Uhr findet eine Andacht in der Trauerhalle statt. Dann taucht ein Lichtinstallateur das Gelände in Farben. Wir waren schon bei Tageslicht da und zeigen, welche Bestattungsformen es gibt: vom Baumgrab (o.) bis zum einst typischen Wahlgrab.

Wahl- und Reihengräber

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© Sylvia vom Hofe

Wahlgräber waren einst die erste Wahl. „Das sind Familiengräber, die von Generation zu Generation verlängert werden“, sagt Heidrun Jäckering von den Stadtwerken. Wahlgräber laufen mindestens 35 Jahre lang und kosten 1120 Euro: so viel wie keine andere Grabstätte. Reihengräber sind dagegen nicht zu verlängern, laufen 25 Jahre lang und kosten 1090 Euro. Für Urnen sind sie jeweils rund 200 Euro günstiger.

Rechtzeitig planen

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© Sylvia vom Hofe

Zu den Kosten für die jeweilige Grabstätte kommen noch die Bestattungsgebühren. Letztere liegen laut Gebührensatzung der Stadt Selm für Erwachsene zwischen 455 Euro für die Beisetzung einer Urne im Wahl- oder Reihengrab (unter dem Baum kostet das 500 Euro) und 940 Euro für eine Sargbestattung in einem Wahlgrab. „Am besten entscheidet jeder rechtzeitig, was das Passende ist“, rät Heidrun Jäckering.

Einladung für alle

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© Sylvia vom Hofe

Den Friedhof als Ort der Begegnung wahrnehmen: Dazu laden Dieter Niechcial (l.) und Claus Götsch vom Hospizverein Selm-Olfen-Nordkirchen und Christa Zeipert von der Friedhofsverwaltung für diesen Sonntag ein. Das vorausgesagte schöne Wetter unterstreiche das Motto: Leben, Lachen, Freude, so Niechcial. Der nächste Tag des Friedhofs wird in Olfen sein: am 20. Oktober 2019.

Zurückgegebene Grabstätte

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© Sylvia vom Hofe

Wenn zwischen Gräbern plötzlich eine Rasenfläche zu sehen ist, handelt es sich in der Regel um eine zurückgegebene Grabstätte. Wenn Angehörige die Grabpflege nicht mehr schaffen, weil sie selbst alt sind oder ganz woanders leben. Die Rückgabe noch vor Ende der sogenannten Ruhefrist von mindestens 25 Jahren kostet allerdings extra: 30 Euro pro Grabstelle und Jahr für die Rasenpflege.

Stelen nennen die Namen

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© Sylvia vom Hofe

Solche Stelen sind nicht nur auf dem Friedhof in Selm zu finden, sondern auch in Bork. Sie sind typisch für sogenannte teilanonyme Bestattungen, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. Mit 875 Euro ist es die drittgünstigste Grabform. Nur die anonyme Bestattung (Rasengrab ohne Platte und Stele) und das Ausstreuen der Asche (775 Euro) ist noch günstiger. Das Ausstreuen ist nur in Cappenberg möglich.

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