Lauterbach gegen Votum für Bewerberpaar von NRW-Vorstand

Der Kandidat für den SPD-Vorsitz, Karl Lauterbach, hat den Vorstand der nordrhein-westfälischen SPD aufgefordert, auf ein Votum für ein Kandidatenpaar zu verzichten. Das Gremium will am Freitag tagen und entscheiden, ob und welches Bewerber-Team es unterstützen möchte. „Ein Votum durch einen Landesvorstand erweckt den Eindruck einer Sonderkandidatur“, sagte Lauterbach dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag). „Diese Art von innerparteilicher Demokratie steht nicht für einen Aufbruch.“ Neben Lauterbach, der aus NRW stammt und zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Nina Scheer antritt, bewerben sich aus Nordrhein-Westfalen auch die frühere Landesfamilienministerin Christina Kampmann - im Duo mit Michael Roth - sowie der ehemalige Landesfinanzminister Norbert Walter-Borjans zusammen mit Saskia Esken.

29.08.2019, 05:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lauterbach gegen Votum für Bewerberpaar von NRW-Vorstand

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Andrea Nahles läuft am Sonntag ab. Für eine Bewerbung brauchen die Kandidaten die Unterstützung von fünf Kreisverbänden/Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband.

Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat der SPD-Landesvorstand die Kandidatenpaare für Freitag zu einer Vorstellungsrunde nach Düsseldorf gebeten. Darüber gibt es Unmut. „Unsere Kandidatur ist seit Anfang Juli bekannt. Jetzt erhalten wir zwei Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist eine Einladung zum Vorstellungstermin. Wir hätten uns gefreut, die von uns entwickelten Ideen zu einem früheren Zeitpunkt zu präsentieren“, sagte Kampmann der Zeitung.

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