Laumann: „Die Pflege braucht endlich eine Stimme“

Die Pflegekräfte in Nordrhein-Westfalen sollen eine eigene Interessenvertretung erhalten. „Ich bin der Meinung, dass die Pflege endlich eine eigene Stimme braucht“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. In einer repräsentativen Befragung will er aber zunächst im Oktober ergründen lassen, was die Betroffenen von dem Vorschlag halten und wie sie sich eine Interessenvertretung konkret vorstellen.

28.08.2018 / Lesedauer: 2 min
Laumann: „Die Pflege braucht endlich eine Stimme“

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/aktuell

In NRW gibt es rund 197 000 Pflegefachkräfte - etwa 121 000 in der Gesundheits- und Krankenpflege, die übrigen arbeiten in der Altenpflege. Aus diesem Kreis sollen 1500 Menschen befragt werden. Eine Informationskampagne soll für die Interessenvertretung werben. Anfang kommenden Jahres soll ein Ergebnis vorliegen.

Die Pflege gehört zu den Mangelberufen mit steigender Nachfrage, aber unattraktiven Arbeitsbedingungen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts gibt es in NRW rund 640 000 Pflegebedürftige. Dank der steigenden Lebenserwartung wird bis 2060 ein Anstieg auf 920 000 prognostiziert. Derzeit fehlen in NRW bereits rund 2300 Fachkräfte in der Pflege, etwa die Hälfte davon in der Altenpflege.

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