Laschet lässt Kandidatur als Bundesvorsitzender offen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lässt sich noch nicht in die Karten schauen, ob er an die Spitze der Bundes-CDU will. Über seine Kandidatur war zuletzt immer wieder spekuliert worden. So oder so könnte der neue CDU-Bundeschef aus NRW kommen.

29.10.2018, 21:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laschet lässt Kandidatur als Bundesvorsitzender offen

Armin Laschet hat Angela Merkels Verzicht auf den CDU-Vorsitz als „bemerkenswert“ bewertet. Foto: Henning Kaiser/Archiv

CDU-Landeschef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält sich eine eigene Kandidatur um die Nachfolge von Angela Merkel für den Parteivorsitz offen. Die CDU müsse die Lage zunächst analysieren und danach entscheiden, sagte er am Montag in Düsseldorf. Es sei wichtig, zunächst das Gespräch zu suchen. Der CDU-Parteivorstand sollte daher am Montag weder einen Kandidaten für das Präsidium noch für den Bundesvorstand nominieren. Zu der Frage, ob er selbst als Kandidat antrete, äußerte sich der CDU-Bundesvize nicht. Laschets Name war bei den Spekulationen über eine Nachfolge Merkels immer wieder genannt worden.

CDU-Chefin Angela Merkel hatte nach den massiven Verlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen am Montag angekündigt, den Bundesvorsitz abzugeben. Kanzlerin will Merkel aber dennoch bleiben. Laschet würdigte Merkels Entscheidung als „bemerkenswert“. „Es war heute ein bewegter Tag, sicher auch ein historischer Tag.“

Laschet mahnte seine Partei: „Die CDU darf nicht nur um sich selbst kreisen. Es geht hier um mehr.“ Die Partei sei in der Bundesregierung schließlich weiterhin mit wichtigen innen- und außenpolitischen Problemen konfrontiert.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den Bundesvorsitz gehe es nicht darum, „wer ruft als erster hier“, sagte Laschet. Wichtig sei, die verschiedenen Flügel und Gruppen in der CDU wieder zu vereinen und für die Idee der Volkspartei zu kämpfen.

Unabhängig von Laschets möglicher Kandidatur könnte es zwei Kandidaten für wichtige Amt geben, die aus Nordrhein-Westfalen kommen: Der in Brilon im Sauerland geborene frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn aus dem Wahlkreis Steinfurt I - Borken I wollen Kreisen zufolge in das Rennen um den CDU-Parteivorsitz gehen.

Bei der Landtagswahl in Hessen hatten CDU und SPD am Sonntag jeweils massiv Stimmen verloren - es war nach Bayern die zweite heftige Klatsche der GroKo-Parteien innerhalb von zwei Wochen.

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