Laschet fordert mehr Impulse aus Berlin in der EU

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat mehr Impulse aus Berlin für die Europäische Union gefordert. „Es gab schon Phasen, in denen Deutschland stärker engagiert europäische Initiativen gestartet hat“, sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte 2020 biete dazu eine „neue Chance“.

22.12.2019, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laschet fordert mehr Impulse aus Berlin in der EU

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa

„Deutschland muss gerade heute wieder größer denken“, sagte Laschet. Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl etwa habe „groß gedacht“. Die D-Mark abzuschaffen und eine gemeinsame europäische Währung einzuführen, „war groß gedacht und konkret umgesetzt“. Auch die Abschaffung der Grenzkontrollen durch das Schengen-Abkommen und der große Binnenmarkt seien „Visionen, die heute Realität sind“.

Laschet, der auch deutsch-französischer Kulturbevollmächtigter ist, vermisst zudem eigene Ideen aus Deutschland als Gegengewicht zu den Vorstößen des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron. „Ich würde mir auch wünschen, dass wir nicht immer nur diskutieren, wie wir (...) Macron antworten, sondern auch selbst einmal Ideen aufstellen, auf die Macron antworten muss.“.

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