Laschet bevorzugt die alte „Tatort“-Garde

Lieber etwas düster-depressiv als betont witzig - Ministerpräsident Laschet hat beim „Tatort“ klare Vorlieben. Der Krimi-Fan ist jetzt auch selbst unter die „Tatort“-Darsteller gegangen.

29.12.2019, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laschet bevorzugt die alte „Tatort“-Garde

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sitzt bei einem Redaktionsgespräch. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Das Krimi-Herz von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet schlägt vor allem für die „Dinos“ unter den „Tatort“-Kommissaren. „Meine Lieblingskommissare sind die Kölner und die Münchner“, verriet der 58-jährige Aachener der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Und der jüngste "Tatort" aus Nordrhein-Westfalen, der Dortmunder, gefällt mir auch.“

Der als Psycho-Desperado mit markigen Ruhrpott-Sprüchen angelegte Kommissar Faber liegt ihm jedenfalls mehr als Deutschlands beliebtestes „Tatort“-Ermittlerduo Thiel und Boerne. „Sehr viele Menschen in Nordrhein-Westfalen sind ja Münster-"Tatort"-Fans“, stellte Laschet fest. „Ich schaue sehr viele deutsche Krimis. Ich mag weniger die, die versuchen, humoristisch zu sein. Aber das ist Geschmackssache.“

Am Neujahrstag ist Laschet selbst in der neuesten Folge zu sehen - in der Rolle des NRW-Ministerpräsidenten. „Ich habe die Anfrage natürlich sehr genau abgewogen“, gestand der CDU-Politiker. „Der "Tatort" ist eine Institution seit fast 50 Jahren: Qualität, Kult am Sonntagabend. Ich bin selbst großer Fan.“

Für den „Big-Brother“-Container oder ähnliche Formate hätte er, im Gegensatz zu anderen Top-Politikern, nicht zur Verfügung gestanden, betonte er. Gerhard Schröder (SPD) hatte 1998 als niedersächsischer Ministerpräsident bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mitgespielt. Guido Westerwelle hatte zwei Jahre später als FDP-Generalsekretär dem „Big-Brother“-Container einen Besuch abgestattet.

Für den neuen Improvisations-„Tatort“ mit gleich sieben Kommissaren habe er aber gerne zugesagt, sagte Laschet. Da er in der Regierung auch für Film- und Medienpolitik zuständig sei, werfe er immer wieder gerne einen Blick hinter die Kulissen - unter anderem bei „Babylon Berlin“ oder „Ich war noch niemals in New York“. „Tatort“-Regisseur Jan Georg Schütte hatte Laschets Kurz-Auftritt sogar gelobt: „Gut vorbereitet, Text gelernt, flüssig gesprochen.“

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