Laschet: Urwahl des Kanzlerkandidaten „nicht repräsentativ“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hält nichts davon, den nächsten Kanzlerkandidaten der Union in einer Urwahl aller Mitglieder zu bestimmen. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende wies im „Handelsblatt“ auf die Situation hin, in die die SPD mit ihren Regionalkonferenzen und der Mitgliederbefragung zum neuen Parteichef geraten ist. Eine Urwahl sei schlicht „nicht repräsentativ“. Am Ende würden 400 000 Mitglieder mit dem Altersdurchschnitt 61 abstimmen – und gewählt würde schlussendlich das bekannteste Gesicht. Das sei alles „nicht ermutigend“, sagte Laschet, über dessen eigene Kanzlerambitionen immer wieder spekuliert wird.

09.10.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laschet: Urwahl des Kanzlerkandidaten „nicht repräsentativ“

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Die Junge Union will auf ihrem am Freitag beginnenden Deutschlandtag über die Notwendigkeit einer Urwahl beraten. Die Werteunion, ein Zusammenschluss besonders konservativer Christdemokraten, will beim CDU-Parteitag Ende November eine Urwahl des Kanzlerkandidaten beantragen.

Weitere Meldungen
Meistgelesen