Laschet: Scholz-Vorstoß ist „Frontalangriff auf Ehrenamt“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Vorstoß von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zur Streichung von Steuervorteilen für reine Männervereine als „Frontalangriff auf das Ehrenamt“ bezeichnet. „Wir werden dem nicht zustimmen, es passt nicht zu NRW und seinen Traditionen“, sagte Laschet am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. In NRW gebe es Bergmannschöre nur mit Männern, Schützenvereine mit einer jahrhundertealten Tradition und auch reine Frauenorganisationen. „Muss der katholische Frauenbund demnächst noch Männer aufnehmen, damit er gemeinnützig ist?“, sagte Laschet.

12.11.2019, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laschet: Scholz-Vorstoß ist „Frontalangriff auf Ehrenamt“

Armin Laschet (CDU, r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Oliver Berg/dpa

Er könne die Motivation von Scholz, der eine Volkspartei vertrete und SPD-Bundesvorsitzender werden wolle, für diesen Vorstoß nicht nachvollziehen. Wenn es aber Diskriminierung in Vereinen gebe, müsse man dagegen vorgehen, sagte Laschet.

Scholz will Vereine, die grundsätzlich keine Frauen aufnehmen, bundesweit nicht mehr als gemeinnützig anerkennen und damit deren Steuervorteile streichen. „Wer Frauen ausschließt, sollte keine Steuervorteile haben und Spendenquittungen ausstellen“, hatte er der „Bild am Sonntag“ gesagt.

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