Laschet: Rheinische Braunkohlekraftwerke bis 2022 abschalten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) drückt beim Ausstieg aus der Braunkohle-Verstromung aufs Tempo. „Ich will erreichen, dass wir noch in dieser Wahlperiode die ersten Kraftwerke im Rheinischen Revier abschalten können“, sagte der Regierungschef am Montag in Düsseldorf. Die Wahlperiode endet im Mai 2022.

15.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Laschet: Rheinische Braunkohlekraftwerke bis 2022 abschalten

Ein Bagger ist im Braunkohle Tagebau Hambach vor dem Kraftwerk Neurath zu sehen. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Eine von der Bundesregierung initiierte Experten-Kommission hatte im Januar vorgeschlagen, ab 2022 mit den Abschaltungen zu beginnen und den Ausstieg aus der Braunkohle spätestens bis 2038 zu beenden. Die schwarz-gelbe Landesregierung möchte das Ziel möglichst früher erreichen.

NRW habe seit 2017 bereits fünf Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt in der Reserve, die somit kein CO2 mehr ausstoßen, betonte Laschet. Er forderte die Bundesregierung auf, die Verhandlungen mit den Energieversorgern über die Milliarden-Entschädigungen beschleunigt abzuschließen.

„Da ist schon viel Zeit ins Land gegangen“, kritisierte er. „Wir brauchen hier Klarheit, Planungssicherheit für die Region und auch ein Signal an die jungen Leute, die derzeit auf den Straßen demonstrieren, dass das Thema ernst genommen und nicht auf die lange Bank geschoben wird.“

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