Laschet: Menschen haben Vertrauen in Politik verloren

Bei vielen Menschen ist das Vertrauen in Staat und Kirche nach Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet in den vergangenen Jahren geschwunden. Man vertraue Piloten, Zugführern oder Ärzten, aber „nicht mehr den großen Institutionen oder der Politik“, sagte der CDU-Politiker bei einem Empfang kurz vor der offiziellen Eröffnung des Evangelischen Kirchentags in Dortmund am Mittwoch. „Kirchentage sind immer Maßstab, was gerade die Gesellschaft bewegt.“ Die Losung des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags „Was für ein Vertrauen“ sei treffend gewählt.

19.06.2019, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laschet: Menschen haben Vertrauen in Politik verloren

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident, geht nach einer Rede zurück zu seinem Platz. Foto: Federico Gambarini/Archivbild

Und dabei hätten Menschen, die die Werte der Christen nicht verträten, auf den Podien nichts zu suchen, meinte Laschet - unter Anspielung auf die Entscheidung der Organisatoren, AfD-Funktionären keine Bühne zu bieten. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau betonte, „wo christlichen Haltungen intolerant gegenübergetreten wird“, müsse man mit „klarer Kante“ reagieren. Der SPD-Politiker wünschte „Glückauf und Halleluja und einen schönen Kirchentag“.

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