Laschet: Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum stärken

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum weiter stärken. Dazu solle seine Bedeutung als Standort für internationale Konferenzen und Wissenschaft deutlicher hervorgehoben werden, sagte Laschet am Mittwoch in Bonn. Unter anderem sei geplant, eine neue „NRW-Akademie für internationale Politik“ in Bonn anzusiedeln. Das Landeskabinett habe am Dienstag beschlossen, zwei landeseigene Villen für die Akademie zu nutzen, in der junge Wissenschaftler aus aller Welt forschen sollen.

19.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Laschet: Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum stärken

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Zudem solle die Bundesregierung Bonn und den Petersberg häufiger als bisher für internationale Veranstaltungen nutzen, verlangte Laschet. „Die Tendenz, dass alles in Berlin stattfinden muss, ist keine sehr überzeugende.“

Beim Thema Klimaschutz sei Bonn bereits jetzt „der Ort, wo die Welt sich trifft“, sagte Laschet. Dies werde aber in Deutschland bisher zu wenig wahrgenommen. Zurzeit tagen in Bonn tausende Experten zur Vorbereitung des nächsten UN-Klimagipfels.

Die Verhandlungen über eine Zusatzvereinbarung zu dem vor 25 Jahren verabschiedeten Bonn-Berlin-Gesetz sollen nach der Sommerpause aufgenommen werden. Das Gesetz regelt die Aufteilung der Bundesbehörden zwischen den beiden Städten. Am Montag hatten Kommunalvertreter aus der Bonner Region ein „Leitbild“-Papier verabschiedet, das bei den Verhandlungen mit dem Bund als Basis dienen soll. Laschet sagte, die geplante Vereinbarung solle dafür sorgen, dass die immer wiederkehrende Diskussion um einen Komplettumzug der Regierung nach Berlin endgültig vom Tisch sei.

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