Laschet-Auftritt „war keine bierselige Veranstaltung“

Nach dem umstrittenen Auftritt von Armin Laschet (CDU) beim Oktoberfest der Christdemokraten in Köln nimmt der Gastgeber der „Fühlinger Wiesn“ den Ministerpräsidenten in Schutz. „Das war keine bierselige Veranstaltung“, sagte CDU-Politiker Thomas Welter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Vielmehr sei Laschet bewusst in den „Brennpunktbezirk“ Chorweiler gekommen. Dass dort geplante Programm habe Laschet sogar noch verkürzt, weil er vorher noch im Landtag gewesen sei.

22.10.2019, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass der Ministerpräsident die Landtagssitzung am 18. September für den Besuch in Köln vorzeitig verließ, hatte die SPD auf den Plan gerufen. Die Fraktion stellte am Dienstag eine zweite Kleine Anfrage zu dem Vorgang, die sie mit „Bierfest statt Landtag“ überschrieb. Unter anderem wollen die Sozialdemokraten in der neuen Anfrage wissen: „Warum hat sich der Ministerpräsident für sein Fehlen in der Plenarsitzung zugunsten des Fassanstichs bei der CDU Köln-Chorweiler nicht entschuldigen lassen?“

Thomas Welter, Chef der CDU in Chorweiler, verwahrt sich gegen die Darstellung des Abends als „Fassanstich“: „Das war eine hochkarätige Veranstaltung und kein Bierfest. Herr Laschet wollte eigentlich vorher noch mit Bürgern hier ins Gespräch kommen und sich über die Initiative "Chorweiler Friedenserklärung" informieren. Das klappte leider nicht, er trat erst um 19.30 Uhr auf die Bühne.“ Die SPD hatte bisher von einem Auftritt um 18.00 Uhr gesprochen. Sie will von der Landesregierung jetzt wissen, wie oft der Ministerpräsident „in der aktuellen Legislaturperiode bisher unentschuldigt gefehlt“ hat.

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