Lanxess mit Rückenwind: Höhere Verkaufspreise stützen

Übernahmen und höhere Verkaufspreise verleihen dem Spezialchemiekonzern Lanxess weiter Rückenwind. Rund lief es im dritten Quartal im Geschäft mit Kunststoffen etwa für Leichtbauanwendungen im Automobilbereich sowie im Geschäft mit chemischen Zusätzen etwa für Flammschutzmittel.

12.11.2018, 09:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lanxess mit Rückenwind: Höhere Verkaufspreise stützen

Ein Schild steht vor dem Unternehmenssitz von Lanxess. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf rund 1,79 Milliarden Euro, wie der MDax-Konzern am Montag in Köln mitteilte. Im fortzuführenden Geschäft blieben in den drei Monaten 80 Millionen Euro hängen, nach 55 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Damals hatten aber unter anderem Abschreibungen im Zusammenhang mit einer Produktionsstilllegung in einem niederländischen Werk negativ zu Buche geschlagen.

Lanxess profitierte vor allem von der Durchsetzung höherer Preise bei den Kunden. So konnte der Anstieg der Rohstoffkosten kompensiert werden. Zudem lieferten Zukäufe Rückenwind: Das im Februar 2018 gekaufte Geschäft mit Phosphor-Zusatzstoffen des Konkurrenten Solvay trieb den Umsatz an. Zudem waren infolge des 2017 in einem Milliardendeal übernommenen Herstellers von Flammschutz- und Schmierstoffzusätzen Chemtura weitere Einsparungen möglich.

Die Kölner konnten so einen Gewinnrückgang im Geschäft mit Spezialchemikalien sowie ein schwaches Geschäft mit der Agrarindustrie mehr als ausgleichen. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2018 bestätigte Konzernchef Matthias Zachert. Allerdings stellte er die Aktionäre auch auf ein schwieriger werdendes wirtschaftliches und politisches Umfeld ein.

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