Lange Haftstrafen nach tödlichem Streit in der Trinkerszene

Weil sie einen Mitbewohner zu Tode geprügelt und ihm Teile der Haut abgeschält haben, sind zwei Männer in Bochum zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Der Auslöser für die Tat in der Trinkerszene soll Eifersucht gewesen sein. Das Landgericht verurteilte den 43 Jahre alten Angeklagten zu zehn Jahren Haft, der mitangeklagte 38-Jährige erhielt acht Jahre und drei Monate. Das spätere Opfer soll eine Beziehung mit der Ex-Freundin des älteren Angeklagten gehabt haben. Darüber kam es zum Streit. Die Urteile des Bochumer Schwurgerichts lauten auf Totschlag.

23.08.2018 / Lesedauer: 2 min
Lange Haftstrafen nach tödlichem Streit in der Trinkerszene

An der Fassade stehen beim Landgericht die Wörter: „Justizzentrum Bochum“ in Stein gemeißelt. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Die Tat im Januar 2018 war demnach ein fürchterlicher Gewaltexzess. Die Angeklagten sollen ihr Opfer immer wieder geschlagen und getreten haben. Selbst als der 39-Jährige schon reglos am Boden lag, wurde laut Urteil noch auf ihm herumgesprungen. Die Verletzungen waren so massiv, dass das Opfer verblutete. Die Ärzte stellten unter anderem einen Milzriss und einen Abriss der Nierenarterie fest.

Täter und Opfer waren den Angaben zufolge zur Tatzeit stark betrunken. Die Angeklagten hatten über drei Promille Alkohol im Blut, das Opfer mehr als zwei Promille, die Frau, um die gestritten wurde, sogar vier Promille. Im Prozess hatten sich die Angeklagten nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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