Landwirte in Holzwickede pflanzen Sonnenblumen für Insekten, nicht für die Menschen

Blühstreifen

In diesem Jahr haben einige heimische Landwirte an ihren Feldesrändern Blühstreifen angepflanzt. Zum Ärger von Bauer Eickel in Holzwickede kamen seine Sonnenblumen nicht den Insekten zugute.

04.09.2019, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landwirte in Holzwickede pflanzen Sonnenblumen für Insekten, nicht für die Menschen

Wie viele andere Bauern auch, hat Wilhelm Eickel aus Hengsen in diesem Jahr Sonnenblumen an den Rand seines Feldes gepflanzt. Die Aktion war für den Umweltschutz gedacht, sie wurden aber vor allem von Anwohnern weggepflückt. © Marcel Drawe

Groß angelegte Blühstreifen mit Sonnenblumen hat Landwirt Wilhelm Eickel an den Rand seiner Felder gepflanzt. Doch was als Maßnahme zum Umweltschutz gedacht war, haben sich nach seinen Angaben einige Anwohner zunutze gemacht. Unbekannte haben mit der Zeit fast alle Blumen von seinem Feld entfernt. Von den Blühstreifen ist so gut wie nichts mehr übrig.

50.000 Quadratmeter mit Blühstreifen bestückt

Auf knapp 50.000 Quadratmetern der heimischen Höfe blühten in Holzwickede in diesem Jahr unzählige Sonnenblumen. „Alles freiwillig gepflanzt“, wie Eickel betont. „Entgegen der Vermutungen, dass das aus Brüssel gefördert wird, bezahlen wir das alles selbst“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes.

Umso unverständlicher ist für ihn die Tatsache, dass ein Großteil der Blumen von seinem Hof gepflückt wurde. „Die waren für die Insekten gedacht und nicht für die Menschen“, erklärt er sichtlich verärgert.

Sonnenblumen fielen der Trockenheit zum Opfer

Hinzu kommt, dass sie ebenso wie die Ernte der allgemeinen Trockenheit in diesem Sommer zum Opfer fielen. „Sie haben bei weitem nicht so sehr geblüht wie sonst“, erzählt Eickel.

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